Millionenschaden bei Hallenbrand:
Produktionsmaschine fängt plötzlich Feuer - Flammen greifen auf Hallendach über - Mehr als 210 Einsatzkräfte im Großeinsatz
Innenangriff war aufgrund starker Hitze nicht möglich – Wehren auch aus dem Umland zur Hilfe gerufen
Datum: Dienstag, 27. Mai 2025, 0:00 Uhr
Ort: Wipperfürth, Oberbergischer Kreis, Nordrhein-Westfalen
(ch) Großalarm für die Feuerwehren der Hansestadt Wipperfürth in der Nacht auf Dienstag: Gegen 23 Uhr wurden die ersten Kräfte ins Gewerbegebiet im Stadtteil Hämmern alarmiert. Dort stand eine Produktionshalle eines Unternehmens in Brand, das Kunststoff-Schutzfolien herstellt.
„Die ersteintreffende Löschgruppe fand ein brennendes Gebäude vor“, berichtet Thomas Esser, Sprecher der Feuerwehr Wipperfürth. „Im Inneren war zunächst kein Feuer sichtbar, doch auf dem Dach schlugen bereits Flammen empor.“ Eine dichte, weithin sichtbare Rauchwolke zog über das Gewerbegebiet. Da ein Innenangriff zu Beginn aufgrund der enormen Hitzeentwicklung nicht möglich war, setzten die Einsatzkräfte auf einen massiven Außenangriff – unter anderem mit Unterstützung der Drehleiter aus Hückeswagen.
Wie Esser weiter erklärt, war eine über zwei Stockwerke gehende Produktionsmaschine in Brand geraten. Anfangs konnte das Feuer mit CO?-Löschern noch eingedämmt werden. Doch bei einem zweiten Aufflammen zeigte sich: Der Brand hatte sich bereits unbemerkt in die Zwischendecke ausgebreitet. Infolge kam es zu einer großflächigen Durchzündung im Dachbereich. „Wir hatten extreme Flammenbildung und sehr heiße Temperaturen“, so Esser.
Erst nachdem die Flammen unter Kontrolle gebracht waren, konnten Einsatztrupps unter Atemschutz ins Gebäude vordringen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand – alle Mitarbeitenden hatten das Gebäude rechtzeitig verlassen. „Sie haben sehr besonnen reagiert“, lobt der Feuerwehrsprecher.
Insgesamt waren rund 210 Einsatzkräfte aus Wipperfürth und den umliegenden Städten im Einsatz, darunter neben der Feuerwehr auch das DRK, die Polizei und Energieversorger. Der Messzug des Oberbergischen Kreises führte während des Einsatzes Luftmessungen durch. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand laut Feuerwehr zu keiner Zeit.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Der entstandene Sachschaden dürfte nach ersten Schätzungen im Millionenbereich liegen. Die Lagerhalle ist vollständig zerstört.
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