Wildwechsel sorgt für dramatischen Unfall:
Auto erfasst Reh auf Landstraße, gerät ins Schleudern und überschlägt sich auf Feld mehrfach - Rettungskräfte werden per eCall-System von iPhone alarmiert und erkennen erst vor Ort das wahre Ausmaß des Unglücks - Zwei Personen im Fahrzeug eingeklemmt, insgesamt vier Schwerverletzte
iPhone löst Notruf aufgrund von plötzlichen Erschütterungen aus, doch Leitstelle hört nur laute Musik aus dem Autowrack und weiß nicht, was passiert ist - Polizei erlöst verletzte Reh am Unfallort
Datum: Donnerstag, 20. Februar 2025, 23:00 Uhr
Ort: Britz, Landkreis Barnim, Brandenburg
(ch) Ein plötzlich auf der Fahrbahn stehendes Reh löste am späten Abend einen Unfall aus, von dem zunächst niemand etwas mitbekam. Ein mit vier Personen besetztes Auto war auf der Landstraße 23 zwischen Britz und Golzow in Brandenburg unterwegs. Als das Tier auf die Straße trat, reagierte der Fahrer reflexartig – leider allerdings anscheinend falsch. Denn er verriss wohl das Lenkrad seines VW Golfs, geriet ins Schleudern und überschlug sich auf einem angrenzenden Feld mehrfach.
Einer der Insassen besaß offenbar ein iPhone oder trug eine Apple Watch – denn diese sind mit einem automatischen Notrufsystem ausgestattet, wenn das Gerät den Eindruck hat, die Person sei gestürzt oder anderweitig schlagartig zu Boden gegangen. Und so wurde eine automatische Verbindung zur Feuerwehrleitstelle hergestellt. Doch diese hörte nur laute Musik aus dem verunfallten Wagen und bekam keine Antwort, weshalb sie erst einmal zur Kontrolle sicherheitshalber Einsatzkräfte zum Unfallort losschickte.
Und diese erkannten bei Eintreffen den Ernst der Lage. Das Auto lag völlig zerstört auf dem Feld auf dem Dach. Zwei Insassen hatten sich befreien können, doch zwei weitere waren in dem Wrack eingeklemmt. Mit schwerem Gerät mussten die Einsatzkräfte sie herausschneiden. Alle vier zogen sich laut Polizei schwere Verletzungen ein. Diese waren bei einem so schwerwiegend, dass er mit dem Hubschrauber in eine Spezialklinik nach Berlin geflogen werden musste.
Bei der Absuche der Unfallstelle fanden dann auch die Helfer den vermutlichen Auslöser. Anscheinend hatte der Wagen das Reh noch erwischt, denn dieses lag rund 100 bis 150 Meter entfernt verletzt im Graben. Polizisten erlösten das Tier mit der Dienstwaffe von seinem Leid. Die Landstraße war für die Unfallaufnahme stundenlang gesperrt.
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