Irrfahrt auf über 150 Meter:
Rentner rammt beim Ausparken zwei andere Autos, wobei eines durch Hecke gedrückt würde - Nach weiteren 150 Metern donnert 89-Jähriger mit großer Wucht in Garage und schiebt dort drin stehendes Auto fasst durch die Außenwand - Fahrer leicht verletzt
Für Rettungskräfte völlig unklar, wie der Fahrer die Kontrolle verlieren konnte - Vier Autos teils schwer beschädigt, Garage einsturzgefährdet, enormer Sachschaden
Datum: Donnerstag, 20. Februar 2025, 20:00 Uhr
Ort: Neu-Ulm, Landkreis Neu-Ulm, Bayern
(ch) Das hätte auch aus einem Slapstick-Film stammen können – doch was sich am Donnerstagabend im beschaulichen Neu-Ulmer Stadtteil Ludwigsfeld abspielte, war bitterer Ernst: Ein 89-jähriger Autofahrer legte eine unfreiwillige Zerstörungstour hin, die selbst erfahrene Einsatzkräfte staunen ließ.
Alles begann harmlos: Der Senior wollte gegen 19:30 Uhr eigentlich nur seinen BMW ausparken. Doch offenbar hatte der betagte Herr andere Pläne – oder besser gesagt: sein Gaspedal. Mit überraschendem Elan krachte der Wagen in zwei geparkte Autos. Ein VW schleuderte dabei quer über die Straße und landete unsanft in einer Hecke. Statt die Fahrt hier zu beenden, setzte der 89-Jährige seine Reise fort – ganze 150 Meter, ohne weiteren Kontakt zu anderen Autos. Doch dann kam eine 90-Grad-Kurve. Die war wohl doch eine Nummer zu scharf, und so endete die Spritztour mit einem spektakulären Crash in einer Doppelgarage.
Doch es blieb nicht bei einer eingedellten Stoßstange: Der BMW nahm die Garage frontal, riss Mauersteine heraus, durchbrach das Tor und schob einen darin geparkten Mercedes so energisch nach vorne, dass die Rückwand der Garage nach außen gedrückt wurde.
Dank Airbags blieb der Fahrer weitgehend unversehrt, wurde aber vorsichtshalber ins Krankenhaus gebracht.
Die Neu-Ulmer Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an und rief das Technische Hilfswerk (THW) zu Hilfe, da die Garage einsturzgefährdet war. Während die Feuerwehr vorsichtig die demolierten Fahrzeuge aus ihrer misslichen Lage befreiten, behielt das THW die fragilen Wände scharf im Auge. Mit Seilwinden, Muskelkraft und jeder Menge Fingerspitzengefühl wurden BMW und Mercedes aus dem Trümmerfeld gezogen.
Die Polizei hat die Ermittlungen nun aufgenommen. Eines steht jedoch fest: Glück im Unglück für alle Beteiligten – auf der engen Straße ohne Gehweg war zum Zeitpunkt der Crash-Kaskade niemand unterwegs. Sonst hätte die kuriose Aktion ein weitaus dramatischeres Ende nehmen können.
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