niedersachsen
Samstag, 10. Februar 2024, 12:30 Uhr
Lilienthal, Landkreis Osterholz, Niedersachsen
News-Nr.: 43803

Das Wasser drückt unaufhaltsam von unten hoch:
Wiesen rund um Lilienthal und nördliches Bremen gleichen erneut großen Seenlandschaften - Pegelstand nur 10 Zentimeter unter Höchstständen des katastrophalen Weihnachtshochwasser erwartet - Anwohner in großer Sorge bereiten sich wieder auf das Schlimmste vor

Deiche sind immer noch voller Wasser und nicht völlig stabil – Boden komplett gesättigt und nehmen keinen Tropfen mehr auf - Anwohner berichten: „Es ist einfach krass. Es hat eine Nacht geregnet und schon ist alles wieder überflutet.“ – Massiv betroffener Schützenverein hatte in seiner 160-jährigen Geschichte keine vergleichbare Situation – Beeindruckende Drohnenaufnahmen zeigen riesige überschwemmte Flächen

Bildergalerie vorhanden

Datum: Samstag, 10. Februar 2024, 12:30 Uhr

Ort: Lilienthal, Landkreis Osterholz, Niedersachsen

 

(ch) Die Deiche sind noch abgesperrt und provisorisch gesichert, die Sandsackbarrieren stehen noch immer bereit. Vieles in Lilienthal erinnert noch an das dramatische Hochwasser an Weihnachten und Neujahr. Das langsam wich nur langsam zurück und hinterließ katastrophale Schäden. Dort, wo es zurückging, laufen nun die Aufräumarbeiten – und doch wächst die Angst vor einem erneuten Hochwasser.

Während die Wümme durch Bremen-Borgfeld und Lilienthal im Kreis Osterholz noch ganz unscheinbar wirkt, droht die Gefahr vielmehr von unten. Denn die Böden sind nach den regelmäßigen Regenfällen weiterhin völlig gesättigt. Jeder Tropfen Regen ist einer zu viel, da dieser nicht abfließen kann, sondern sich an der Oberfläche sammelt. Die Wiesen bei Timmersloh haben sich wieder zu einer großen Seenlandschaft entwickelt und das Wasser rückt immer näher an Lilienthal heran.

Die Stadt rechnet damit, dass am Sonntag Pegelstände erreicht werden, die nur 10 Zentimeter unter dem Level der Höchststände an Neujahr liegen. Viele Anwohner sind in Sorge, dass sie erneut ihre Häuser verlassen müssen oder ihre Anwesen wieder Schäden nehmen. Der Schützenverein Lilienthal existiert seit 1863 – doch eine vergleichbare Katastrophe hat er in seiner Vereinshistorie noch nicht erlebt. Ein Meter hoch stand das Wasser vor sechs Wochen. Massive Holzbänke schwammen einfach umher. Jetzt sind die Trocknungsarbeiten soweit abgeschlossen, doch was die kommenden Stunden bringen werden, weiß niemand. „Wir werden vor dem Kleinkaliber-Stand einen provisorischen Damm bauen mit Fluttoren. Die machen wir im Zweifel zu. Wenn das Wasser dann darüber steigt, dann kann man auch nichts mehr machen“, gibt sich der Vereinsvorsitzende Harald Kohlmann nur bedingt optimistisch.


Wichtiger Hinweis: Die Anforderung von Video- und Bildmaterial ist Redaktionen von Fernsehanstalten und Printmedien vorbehalten. Auf Anfrage können am jeweiligen Geschehen beteiligte Einsatzkräfte, die bei uns registriert sind, TV-Material zu internen, nichtöffentlichen Zwecken anfordern. Die Entscheidung über diese außerredaktionelle Bereitstellung obliegt der Berücksichtigung des Schutzes von Persönlichkeitsrechten der Betroffenen im jeweiligen Fall. Wir bitten um Verständnis.
Sehr geehrter Kunde,

wir möchten ihnen unsere Agenturinhalte ohne störende Werbebotschaften darstellen.

Bitte nutzen Sie dazu in Zukunft unser b2b-Portal unter

www.nonstopmedia.de.

Ihre Zugangsdaten bleiben gleich, sie werden nach Login auf der dortigen Seite sofort auf die bekannten Inhalte von NonstopNews weitergeleitet - werbefrei.

Diesen Hinweis ausblenden.