Mit dem Fahrrad für Klimaschutz:
Verkehrsprojekt A20 in der Kritik - Radfahrer setzten Zeichen: "Tour de Verkehrswende" von Bremerhaven nach Berlin - Erste Etappe durch den Wesertunnel am Samstag mit rund 150 Teilnehmern
Politikerin Susanne Menge nimmt an Kundgebung teil
Datum: Samstag, 19. August 2023, 15:00 Uhr
Ort: Wesermarsch, Ammerland, Niedersachsen
(jk) Am Samstag machten sich etwa 150 Personen im Rahmen einer Demonstrationsaktion mit dem Fahrrad von Bremerhaven aus auf den Weg nach Berlin - fürs Klima. Die erste Etappe führte durch den Wesertunnel nach Oldenburg und sorgte für einige Verkehrsbehinderungen. Das Bündnis Changing Cities organisierte die Fahrrad-Demonstration, um die Dringlichkeit eines Ausbaus nachhaltiger Moblilität hervorzuheben. Die "Tour de Verkehrswende" fand bereits zum dritten Mal statt, wobei der Fokus auf die Nutzung des öffentlichen Raums lag, um die Forderungen klar zu verdeutlichen.
Auf der Website von Changing Cities wurde betont, dass Verkehrsminister Wissing durch seine Ignoranz zur Klimaproblematik beitrage und die Etablierung eines Rahmens zur CO2-Emissionsreduktion gefordert wurde. Die Hälfte aller Autofahrten seien unter fünf Kilometer lag. In Anbetracht einer geeigneten Infrastruktur wäre es möglich, diese Strecken effizienter mit dem Fahrrad zurückzulegen. Laut BUND stellt der Ausbau oder Neubau der A20 sogar das "klimaschädlichste Verkehrsprojekt" in Deutschland dar. Für lediglich die ersten beiden Abschnitte der sogenannten Küstenautobahn in Niedersachsen wären 1,8 Millionen Kubikmeter Torf ausgebaggert worden, wodurch etwa 450.000 Tonnen Kohlendioxid freigesetzt worden wären. Zusätzlich würde die geplante A20 im Raum Ammerland/Oldenburg, Stade und Bremervörde rund 80% ihrer Strecke durch Moor- und Marschflächen führen, was deren Zerstörung zur Folge hätte.
Die Veranstaltung begann am Freitag in Bremerhaven, gefolgt von einer 70 Kilometer langen Etappe durch den Wesertunnel nach Oldenburg. Dort wurden dann Infostände und Kundgebungen abgehalten. Die Route führt dann weiter durch verschiedene Städte in Niedersachsen, darunter Delmenhorst, Bremen, Rotenburg, Lüneburg, Celle und Wolfsburg, bevor sie schließlich am 1. September in Berlin endet.
Auf dem Weg nach Oldenburg durchquerten die Radfahrer den Wesertunnel in Richtung Wesermarsch. In der Tunnel-Röhre waren Autofahrer dazu angehalten, während dieser Zeit langsam hinter dem Demonstrationszug herzufahren, weshalb Verzögerungen zu erwarten waren. Die Polizei begleitete die Fahrraddemo. Mit Verkehrsbehinderungen sei entlang der Strecke auch weiterhin zu rechnen
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