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niedersachsen
Donnerstag, 24. November 2022, 23:00 Uhr
Achim, Landkreis Verden, Niedersachsen
News-Nr.: 40837

Amazon-Mitarbeiter streiken weiter:
Bundesweiter Verdi-Streik zum Black Friday - Paketauslieferungen im Logistikzentrum werden an den umsatzstärksten Tagen reduziert - Streikende machen mit Trommeln, Bengalos und Rauchtöpfen auf sich aufmerksam - Arbeitsniederlegung noch bis Freitagabend

Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten Aufnahme in einen Flächentarifvertrag - Viele Mitarbeiter mit Migrationshintergrund kennen Arbeit der Gewerkschaften nicht und haben Sorge vor Konsequenzen seitens des Arbeitgebers - Globale Aktion in 32 Ländern

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Datum: Donnerstag, 24. November 2022, 23:00 Uhr

Ort: Achim, Landkreis Verden, Niedersachsen

 

(ch) Seit heute Morgen, 6 Uhr, streiken die Mitarbeiter von Amazon. In Niedersachsen sind dabei die Logistiklager in Winsen (Luhe) (siehe NSN-Angebot: 40830) und Achim betroffen. Hier sind alle Mitarbeiter durch Verdi aufgefordert, noch bis Freitagabend ihre Arbeit niederzulegen. Damit möchte die Gewerkschaft den Versandhändler in der profitabelsten Zeit des Jahres, dem Black Friday, treffen.

Global in 32 Länder haben gewerkschaftsnahe Gruppierungen den Streiktag ins Leben gerufen. Sie alle forderen eine bessere Bezahlung und fairere Arbeitsbedingungen. In Deutschland verlangt Verdi die Aufnahme von Gesprächen zur Einführung eines Flächentarifvertrages, wie er in der Branche eigentlich üblich ist. Doch seit mittlerweile zehn Jahren verhallen die Rufe nach "Make Amazon Pay", wie es global heißt.

Erschwerend kommt für die Gewerkschaft hinzu, dass viele Mitarbeiter über einen Migrationshintergrund verfügen. "Diese kommen bei uns jetzt vielleicht das erste Mal mit der Demokratie in Kontakt und kennen diese gar nicht", sagt Rainer Reising als Verdi-Vertreter. Da viele mit nur befristeten Arbeitsverträgen ausgestattet sind, haben sie möglicherweise Angst, in den Ausstand zu treten, weil sie entsprechende Konsequenzen fürchten.

Aufgrund der Streikmaßnahmen europaweit ist der Konzern am Donnerstag gezwungen gewesen, seine Versandarbeiten anzupassen und zu reduzieren. Auch am Black Friday soll die Arbeit nicht wieder aufgenommen werden. Verdi hofft, dass wenn die Kunden spüren, was es heißt, nicht schnell beliefert zu werden, dass dann auch Amazon selbst reagiert. Bis morgen Abend werden die Streikenden daher immer wieder vor den Toren stehen, mit Trompeten, Trommeln sowie Bengalos lautstark und sichtbar auf ihre Missstände aufmerksam machen.

 

 

 


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