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saarland
Samstag, 05. November 2022, 22:35 Uhr
Überherrn-Bisten, Landkreis Saarlouis, Saarland
News-Nr.: 40702

Unfall im augenscheinlichen Drogenrausch - Neue Trenddroge "Exotic-Whip" sichergestellt:
19-jähriger Fahrer verliert Kontrolle über Opel Corsa und schleudert mit überhöhter Geschwindigkeit in Betonpfosten - Fahrzeug wird bei Aufprall massiv beschädigt - 18 und 21-jährige Mitfahrer werden schwer, 19-jähriger Fahrer leicht verletzt

Fahrer bereits kurz zuvor durch seine Fahrweise aufgefallen - Polizei findet Kartuschen mit berauschenden Substanzen - Ermittlungen dauern an

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Datum: Samstag, 05. November 2022, 22:35 Uhr

Ort: Überherrn-Bisten, Landkreis Saarlouis, Saarland

 

(lg) Am späten Samstagabend bemerkten Passanten und andere Autofahrer das auffällige Fahrverhalten eines 19-jährigen in einem Opel Corsa. Mit dabei waren zwei weitere Fahrzeuginsassen, 18 und 21 Jahre alt. Der Wagen fuhr mit überhöhter Geschwindigkeit durch die geschlossene Ortschaft und geriet dabei immer wieder in den Gegenverkehr. Im Bereich der Rathausstraße kam es dann zum apprupten Ende der Spritztour, der Wagen krachte mit hoher Geschwindigkeit frontal in einen massiven Betonpfeiler. Wie die Polizei mitteilt wurde dabei die Front des Fahrzeugs völlig zerstört. Während der 19-jährige Fahrzeugführer nur leicht vereltzt wurde, traf es seine beiden Mitfahrer deutlich heftiger. Beide wurde schwer verletzt aber glücklicherweise nicht eingeklemmt. Mit Rettungswagen kamen alle drei zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser. Bei der Unfallaufnahme ergaben sich laut Polizei erste Hinweise auf eine Fahrt im Drogenrausch, welche durch den Fund von Kartuschen mit berauschendem Inhalt noch verstärkt wurden. Für den Fahrer wurde eine Blutprobe angeordnet, welche Aufschluss darüber geben soll. Der Führerschein jedenfalls wurde bereits sichergestellt. Die Ermittlungen der Polizei dauern an. 

Bei den sichergestellten Kartuschen handelt es sich um die aktuelle Trenddroge "Exotic-Whip" id evon viele Ländern als durchaus gefährlich eingestuft wird. Doch was ist Exotic-Whip eigentlich?
In Online-Shops wird das Lachgas trendig beworben mit unbeschwerten Freizeit-Spass-Fotos und mit mehreren Geschmacksrichtungen angeboten: Mango, Pfirsich, Erdbeer. Ein Zylinder enthält 640 Gramm N20. Die Schweizerische Koordinationsstelle Sucht stellt einen aktuellen Trend in Europa fest: „Aktuell geniesst Lachgas bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 15-25 Jahren eine gewisse Popularität. In Europa wird Lachgas seit den 1990er-Jahren in regelmässigen Abständen als Freizeitdroge missbraucht. In der Technoszene wurde zu dieser Zeit eine erste Konsumwelle beobachtet. Der derzeitige Konsum von Lachgas unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen in verschiedenen Ländern Europas ist besorgniserregend und sowohl dessen Verkauf als auch der Konsum wurden vielerorts verboten.“ So informiert die schweizerische Gesundheits-Behörde in einem kürzlich erschienenen Faltblatt an Fachpersonen im Kontakt mit Konsumierenden. Der Hersteller des Gases hingegen warnt recht versteckt im Kleingedruckten auf einer Unterseite im Online-Shop: „Distickstoffmonoxid ist ein Gas, das nach dem Einatmen ein angenehmes Gefühl des Wohlbefindens und eine leichte Euphorie, zwischendurch Halluzinationen und bei manchen Menschen eine schmerzlindernde und sedierende Wirkung hervorrufen kann.“ Etwa zwei bis fünf Minuten halten die Sofortwirkungen an: Gefühle der Euphorie, ruhige Entspannung, Taubheitsgefühl im Körper (Distickstoffmonoxid wirkt beim Einatmen wie ein Beruhigungsmittel für das zentrale Nervensystem), Kribbeln in Händen und Füßen, Verschwommene Sicht, Klangverzerrungen, Schwitzen, Introspektion, Hirn- und Organschäden (wenn N2O in der Atemluft 90 % übersteigt), Bewusstlosigkeit wegen Sauerstoffmangel (wenn der Anteil des eingeatmeten N2O im Verhältnis zum Sauerstoff zu hoch ist), Tod durch Stillstand der Atemfunktionen oder durch Ersticken. Es ist möglich, dass bei chronisch Konsumierenden eine ausgeprägte psychische Abhängigkeit entsteht, die insbesondere wegen des Gewöhnungseffekts zu einer erheblichen Dosissteigerung führen kann.

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