DOMEYER - SAFTEY FIRST
brandenburg
Sonntag, 09. Januar 2022, 21:15 Uhr
A10 bei Mühlenbeck, Landkreis Oberhavel, Brandenburg
News-Nr.: 38394

Lebensgefährlicher Leichtsinn auf der A10:
Handwerker-PKW hält mitten auf rechter Fahrspur der A10, um Scheibenwischer zu reparieren - Fahrzeug hatte weder Warnblinker noch Beleuchtung an - Herannahender Audi prallt ungebremst auf den stehenden Wagen - PKW wird nach vorne katapultiert und schleudert einen der Männer von der Autobahn, einen etwa 10m Abhang hinab - Handwerker erleidet lebensgefährliche Verletzungen

Rettungskräfte kommen wegen fehlender Rettungsgasse nicht zu den Unfallopfern und müssen die letzten 700 Meter laufen - Weitere Rettungskräfte rücken über die Gegenspur an - Audi-Fahrer (im O-Ton) und zwei weitere Handwerker werden leicht verletzt - Autobahn muss mehrere Stunden in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt werden - Rettende Haltebucht wäre nur 200 Meter weiter gewesen - Polizei hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen

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Datum: Sonntag, 09. Januar 2022, 21:15 Uhr

Ort: A10 bei Mühlenbeck, Landkreis Oberhavel, Brandenburg

 

(lg) Es wären nur 200 Meter gewesen, die den drei polnischen Handwerkern dieses heftigen Unfall erspart hätten. Die Drei waren am Abend auf der A10 bei Mühlenbeck, zwischen den Anschlussstellen Mühlenbeck und Birkenwerder in fahrtrichtung Hamburg unterwegs, als sie feststellten, dass die Scheinebwischer Probleme machten. Da die A10 aktuell Baustellen bedingt auf zwei Fahrspuren verengt ist, gibt es in regelmäßigen Abständen die bekannten Halte- und Pannenbuchten, die extra dafür eigerichtet wurden. Anstatt bis zu einer solchen Bucht weiterzufahren, entschlossen sich die drei mitten auf der rechten Fahrspur anzuhalten. Ohne den Wagen und sich selbst abzusichern. Anstatt einer Warnweste wurde der Werkzeugkoffer aus dem Kofferraum geholt. Während zwei der Handwerker neben dem Wagen standen, war der dritte an der Front zu gange und werkelte am Scheibenwischer herum. Ein herannahender Audi-Fahrer bemerkte den Wagen bei schlechter Sicht erst in letzter Sekunde. Er konnte nicht mehr bremsen oder ausweichen und krachte ungebremst in stehenden PKW. Der Audi drehte sich mehrfach und kam schwer beschädigt auf der Fahrspur  zum stehen. Der Wagen der Hanndwerker schoss mehrere Meter nach vorne und erfasste den, sich an der Front stehenden polnischen Handwerker. Er wurde durch den Aufprall in die Winschutzscheibe des Wagens und anschließend von der Autobahn geschleudert. Am Fuße eines etwa zehn meter tiefen Abhangs kam er mit lebensgefährlichen Verletzungen zum liegen. Die beiden anderen Handwerker und der Audi-Fahrer hatten mehr Glück. Sie wurden nur leicht verletzt. Sofort machten sich zahlreiche Rettungskräfte auf den Weg zum Unfallort, doch für sie war auf der Autobahn kein Durchkommen. Unter anderem wegen der Baustelle konnte keine Rettungsgasse gebildet werden, weshalb die Einsatzfahrzeuge rund 700 Meter vor dem Unfall stehen bleiben mussten. Der restliche Weg wurde dann, samt Ausrüstung, zu Fuß angetreten. Dabei war höchste Eile geboten, denn der Zustand des umhergeschleuderten Handwerkers war kritisch. Ein Rettungshubschrauber konnte ebenfalls nicht starten, da die Witterung zu schlecht war. Man entschloss sich auch die Gegenspur zu sperren und weiteren Kräfte anzufordern. Mit einer speziellen Trage konnte der schwer verletzte Mann den Abhang heraufgezogen  und an den Rettungsdienst übergeben werden . Er kam nach einer umfangreichen Erstversorgung in ein Krankenhaus. Die drei anderen Unfallbeteiligten blieben mit ihren leichten Verletzungen vor Ort. Für die Unfallaufnahme und die Bergung wurde die A10 in beide Fahrtrichtungen über drei Stunden voll gesperrt. Es kam zu erheblichen Rückstaus. Feuerwehr und Abschleppdienst appelierten noch in der Nacht an die Fahrzeugführer wie man sich im Falle einer Panne verhalten sollte. "Niemals anhalten das ist die denkbar schlechteste Idee besonders bei Dunkelheit - auf der Autobahn kann es sehr gefährlich sein" so der Abschleppprofi vom Bergungsdienst.

 


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