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Mittwoch, 24. November 2021, 16:15 Uhr
A1 bei Ahlhorn, Landkreis Oldenburg, Niedersachsen
News-Nr.: 37996

Lebensgefährlich eingeklemmt, doch Feuerwehr kommt nicht durch:
Kleintransporter-Fahrer übersieht Stauende und kracht ungebremst in Heck von Sattelzug - Feuerwehr muss im Wettkampf mit der Zeit den Schwerstverletzten freischneiden - Kräfte bleiben mehrfach in blockierter Rettungsgasse stecken: „Wir hatten massive Probleme. Man muss sich die Frage stellen, ob diese Personen einen Führerschein haben.“ - Rettungshubschrauber fliegt Fahrer in Klinik, Mann erliegt dort seinen Verletzungen

43-Jähriger kann erst nach einer halben Stunde befreit werden und wird vor Ort wiederbelebt – Stau baute sich nach vorangegangenem Unfall auf – Feuerwehr kritisiert Blockierer in Rettungsgasse: „Gerade in so einer Situation, wenn wir ein Menschenleben haben, was auf der Kippe steht. Und dann verlieren wir Zeit bei der Rettungsgasse. Diese Minuten fehlen uns bei der Rettung und die können wir dann auch nicht mehr rausholen!“

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Datum: Mittwoch, 24. November 2021, 16:15 Uhr

Ort: A1 bei Ahlhorn, Landkreis Oldenburg, Niedersachsen

 

(ch) Erneut ist es an einem Stauende zu einem schweren Unfall gekommen und wieder konnten die Helfer nicht so schnell den Einsatzort erreichen, wie es notwendig gewesen wäre. Auf der A1 hatte es bereits am frühen Nachmittag in Fahrtrichtung Osnabrück einen Unfall gegeben, weshalb die Polizei zwei der drei Spuren sperren musste. Ein langer Stau war die Folge. Diesen übersah offensichtlich der Fahrer eines Kleintransporters. Zwischen dem Autobahndreieck Ahlhorn und der Anschlussstelle Cloppenburg fuhr er nahezu ungebremst in das Heck eines Sattelzuges.

Die Fahrerkabine drückte sich durch den Aufprall massiv zusammen, der 43-jährige Fahrer wurde in dem Blechknäuel eingeklemmt. Bereits Ersthelfer meldeten, dass es dem Verletzten nicht gut gehe, Eile also dringend geboten sei. Doch die alarmierten Feuerwehrleute und Rettungskräfte blieben einmal mehr in der schlecht gebildeten Rettungsgasse stecken. Die dreispurige A1 war teilweise auf allen Fahrstreifen durch Lastwagen blockiert. Feuerwehr-Einsatzleiter Reinhard Vaske fehlt für so ein Verhalten jegliches Verständnis: „Man muss sich die Frage stellen, ob solche Personen überhaupt einen Führerschein haben!“ Nur mühsam konnten er und seiner Kameraden sich durchkämpfen und den Unfallort erreichen.

Dort begannen sie schnellstmöglich den Mann zu befreien. Aufgrund seiner schweren Verletzungen musste dies so rasch wie möglich passieren, denn der Gesundheitszustand verschlimmerte sich minütlich. Dennoch dauerte es rund eine halbe Stunde, bis der Mann aus dem Wrack rausgeholt war. Hierzu wurde sein Transporter unter dem Lkw hervorgezogen, zwei Feuerwehren schnitten gleichzeitig an der Fahrerkabine. Notärzte kämpften um das Leben des Verletzten und mussten ihn vor Ort wiederbeleben. Als sein Kreislauf stabil genug war, flog ein Rettungshubschrauber den Mann in eine Fachklinik, wo er jeodch später verstarb.

Für die Feuerwehr hieß es derweil die Trümmer aufzuräumen. Einmal mehr blieben sie fassungslos angesichts der schlechten Rettungsgasse zurück. Denn insbesondere heute zählte tatsächlich jede Sekunde, die über Leben und Tod entschied. Daher appellierte Vaske eindringlich: „Jeder, der in einen Stau kommt, soll sofort eine Rettungsgasse bilden und nicht warten, bis Einsatzfahrzeuge kommen. Denn das kostet Zeit, die wir später nicht mehr zu Verfügung haben.“


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