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brandenburg
Sonntag, 3. Oktober 2021, 3:30 Uhr
Bad Belzig, Landkreis Potsdam-Mittelmark, Brandenburg
News-Nr.: 37596

Durch massives Großfeuer aus dem Schlaf gerissen:
Großbrand vernichtet mehrere Gebäude im Ortskern - Meterhohe Flammen greifen auf angrenzendes Hotel über und setzen dies ebenfalls in Brand - 40 Gäste von Rauchmeldern geweckt - Anwohner schlagen Alarm und nehmen Gäste und Familien kurzerhand auf - Großes Flammenmeer erst nach Stunden durch 160 Feuerwehrleute gelöscht: „Die erste Chaosphase war immens. Mit zu wenig Kräften stießen wir auf viel zu viel Arbeit.“

Drei Scheunen und Ställe durch Flammen komplett vernichtet – Mehrere Drehleitern löschen in engen Gassen – Dachstuhl und Obergeschoss des Hotels ebenfalls in Brand geraten – Zwei Personen leicht verletzt – Schaden von 500.000 Euro - Hotelgast berichtet: „Sind durch die Rauchmelder aufgeschreckt und waren irritiert. Bin auf den Balkon gegangen und habe dann gesehen, dass es wirklich brennt.“ – Anwohnerin hört lauten Knall und läuft direkt raus: „Ich habe den Besitzer geweckt, damit er was öffnen kann. Haben alle Kinder erst einmal zu uns genommen.“ – Spektakuläre Brandbilder und zahlreiche Töne mit Helfern und Betroffenen

Bildergalerie vorhanden

Datum: Sonntag, 3. Oktober 2021, 3:30 Uhr

Ort: Bad Belzig, Landkreis Potsdam-Mittelmark, Brandenburg

 

(ch) Der Schrecken sitzt bei den Hotelgästen und Anwohnern in Bad Belzig noch tief. Ein lauter Knall war in den Morgenstunden des Sonntags zu hören und riss Ellen Sima aus ihrer nächtlichen Ruhe: „Ich habe rausgesehen und das Feuer bemerkt. Ich bin sofort raus und habe im Hotel Alarm geschlagen.“ Dort schrillten fast zur gleichen Zeit die Rauchmelder auf und rissen die rund 40 Hotelgäste, die sich in der Nacht im „Paulinenhof“ befanden, aus dem Schlaf. „Ich bin dann auf den Balkon gegangen und habe gesehen, dass es wirklich brennt“, berichtet Lucia Hogeback und erzählt weiter: „Da flogen die Funken rüber und da konnte man es in Angst kriegen.“ Sofort rannte sie raus und fuhr ihr Auto weg, um der alarmierten Feuerwehr Platz zu schaffen.

Die konnte schon aus acht Kilometer Entfernung sehen, welche Feuersbrunst sie erwartet. „Die erste Chaosphase war immens. Mit zu wenig Kräften stießen wir auf viel zu viel Arbeit“, erklärt Einsatzleiter Raphael Ton, der im weiteren Verlauf feststellt: „So einen Einsatz hast du einmal alle fünf Jahre.“ Insgesamt 160 Feuerwehrleute aus der gesamten Region rückten an, um den Brand irgendwie unter Kontrolle zu bekommen.

Ein Hauptaugenmerk lag vor allem auf die umliegenden Häuser. Für die drei brennenden Scheunen und Ställe, in denen nach Berichten der Lokalzeitung auch vier Ferienwohnungen untergebracht waren, war bereits jede Hoffnung verloren. Die Gebäude waren teilweise bereits schon niedergebrannt. Doch die Flammen drohten auch auf ein Wohnhaus und den „Paulinenhof“ überzugreifen. „ Wir haben versucht das Übergreifen zu verhindern, was anfangs nicht gelungen ist“, räumte Ton ein. Ein Grund hierfür war auch die schlechte Wasserversorgung im Dorf, die erst nach 45 Minuten sichergestellt war. Die Flammen konnten deshalb auch auf den Dachstuhl sowie das Obergeschoss des Hotels überspringen und machten dort insgesamt acht Zimmer unbewohnbar. Dank eines massiven Löschangriffs über drei Drehleitern und 13 Strahlrohren konnten die Einsatzkräfte im letzten Moment einen Vollbrand des vor sechs Jahren eröffneten Hotels verhindern.

Der Schaden ist dennoch enorm und wird auf 500.000 Euro geschätzt. Ein Feuerwehrmann sowie der Betreiber der Hotelanlage zogen sich leichte Verletzungen zu, die im Krankenhaus behandelt werden mussten. Um an alle Brandnester zu gelangen, musste auch das THW anrücken, um Mauern einzureißen. Wieso das Feuer ausbrechen konnte, ist unklar. Die betroffenen kamen bei Nachbarn wie Ellen Sima unter: „Ich habe den Kindern gesagt, sie sollen erstmal zu uns kommen. Die hatten ja auch kaum was an.“ Auch wenn die Flammen am Sonntagvormittag gelöscht waren – der Schrecken wird bei allen Beteiligten noch lange nachklingen. Um 10:30 Uhr - sieben Stunden nach dem ersten Notruf - war das Feuer schließlich gelöscht.

 


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