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hessen
Montag, 13. September 2021, 20:00 Uhr
Wildeck, Hersfeld-Rotenburg, Hessen
News-Nr.: 37482

A4 wird zur Räucherkammer:
Unbekannter zündet 600 Strohballen an - Feuer lodert direkt neben vielbefahrener A4, die bis in die Morgenstunden hinein aus Sicherheitsgründen in beide Richtungen komplett gesperrt werden muss - Feuerwehren aus zwei Bundesländern versuchen schwierigen Brand zu bekämpfen - Jeder Ballen muss einzeln abgeladen und gelöscht werden

Bereits eine Stunde vor dem Einsatz musste Feuerwehr bereits zu kleinerem Strohballenbrand ausrücken - Bürgermeister bricht Ratssitzung ab und eilt zum Brandort - Löscheinsatz wird weit über zehn Stunden andauern - Vor eine Woche auch Brände im thüringischen Nachbarkreis

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Datum: Montag, 13. September 2021, 20:00 Uhr

Ort: Wildeck, Hersfeld-Rotenburg, Hessen

 

(ch) Vom Arbeitsplatz direkt zum Großbrand. So könnte es für manchen Feuerwehrmann am Montagabend im Großraum Wildeck abgelaufen sein. Bereits am frühen Abend wurden die Wehren zu einem kleinen Brand gerufen, der glücklicherweise rasch gelöscht wurde. Eine Stunde später folgte der nächste Alarm. Und der war bedeutend größer.

Keine zehn Meter neben der vielbefahrenen A4 brannten beim Eintreffen der ersten Einheiten bereits 200 von insgesamt 600 aufgeschichteten Strohballen. Mit insgesamt sechs Rohren rückt die Feuerwehr den Flammen zu Leibe. Doch um diese zu löschen, bedarf es zum einen großer Mengen Netzmittel, mit dem das Wasser wesentlich besser an die Glutnester gelangen konnte. Bevor das jedoch möglich war, mussten die Strohballen auf einer Wiese verteilt und somit geöffnet werden. Ein langwieriges und rauchiges Unterfangen, was nicht nur viel Zeit, sondern auch Geduld der Autofahrer kostete.

Denn da der Brand direkt neben der Autobahn wütete und diese auch immer wieder mit Rauch einhüllte, musste die A4 sowohl in die Fahrrichtung Erfurt als auch Bad Hersfeld komplett gesperrt werden. Zu groß war die Gefahr, dass es durch den Qualm zu gefährlichen Situationen auf der Autobahn kommen könnte – oder Schaulustige mehr auf das Feuer als auf die Straße schauen.

Weit über 70 Feuerwehrleute aus dem gesamten Landkreis sowie dem angrenzenden Thüringen waren vor Ort, um das Feuer zu löschen. Um ausreichend Wasser an die Einsatzstelle zu befördern, wurden dabei lange Schlauchleitungen verlegt. Einsatzleiter Patrick Kniest geht davon aus, dass er und seine Feuerwehrleute insgesamt zehn Stunden benötigen werden, um den Brand komplett zu ersticken. Unterstützung bei der Einsatzleitung erhielt er von Bürgermeister Alexander Wirth. Dieser hatte kurzerhand eine Gemeinderatssitzung abgebrochen, als er von dem Feuer erfuhr: „Wenn die Kräfte länger gebunden sind, brauchen sie was zu Essen und zu trinken. Manche kommen vielleicht noch von der Arbeit und haben noch nichts zu sich genommen.“ Er war nicht nur den Freiwilligen Feuerwehrleuten sehr dankbar, sondern auch den Landwirten, die sich voraussichtlich wieder gegenseitig unterstützen werden, nachdem einer ihrer Kollegen seine Futterernte in großen Teilen verloren hat.

Dass das Feuer einfach so entstanden ist, halten derweil alle Beteiligten für kaum möglich. „Ich gehe davon aus, dass es keine spontane Selbstentzündung ist. Das ist in der jetzigen Zeit nicht normal, dass Rundballen brennen“, meint Kniest. Zumal wohl auch im Nachbarlandkreis in Thüringen zuletzt immer wieder Rundballen brannte. Die genaue Brandursache muss nun die Polizei ermitteln.


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