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Mittwoch, 08. September 2021, 07:30 Uhr
Delmenhorst, Niedersachsen
News-Nr.: 37445

Elterntaxis im Visier der Polizei:
Verkehrschaos und ungesicherte Kinder in Autos: Schulstart verschärft erneut das Problem mit den Elterntaxen - Beamte der Polizei Delmenhorst sprechen aktiv Eltern vor Grundschule auf Problematik an - Viel Verständnis aber auch stumpfe Ausreden - "Trotz zahlreicher Präventionsaktionen ist das Problem nicht in den Griff zu bekommen!" - Beamte kontrollieren Fahrzeuge auf die richtigen Sitze und Sitzerhöhungen für Kinder - ADAC klärt auf

Experte des ADAC Weser-Ems erklärt, welche Sitze es gibt und wie diese richtig im Fahrzeug gesichert werden

Bildergalerie vorhanden

Datum: Mittwoch, 08. September 2021, 07:30 Uhr

Ort: Delmenhorst, Niedersachsen

 

(lg) Kaum sind alle Bundesländer wieder aus den staureichen Sommerferien zurück, staut es sich wieder - diesmal vor den Schulen. Ein großes Problem sind die Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bis zum Eingang der Schule bringen, sogenannte Elterntaxen. Für viele kann es gar nicht nah genug sein - selbst bei sommerlichem Wetter. Da wird dann auch schon mal in Kauf genommen, auf der falschen Seite zu parken oder den Schulbus zu blockieren. So auch am Mittwochmorgen vor einer Grundschule in Delmenhorst. Unser Kamerteam begleitete die beiden Beamten Torsten Blume und Sebastian Nitsch von der Polizei Delmenhorst. Ziel war es an diesem Morgen nicht, Bußgelder zu verteilen, sondern die Eltern anzusprechen und aufzuklären. Ein Argument vieler Eltern, welche ihre Kinder mit dem PKW zur Schule fahren ist, dass der Schulweg ja viel zu unsicher sei. Umso erstaunlicher waren die Entdeckungen bei den Kontrollen der Beamten in Delmenhorst. Zwar hatten viele Eltern Kindersitze in ihren Fahrzeugen, einige aber auch nicht oder oftmals auch unpassende. "Am falschen Ende gespart", erklärt uns Nils Linge vom ADAC Wser-Ems. Er präsentiert welche Sitzmöglichkeiten es für Kinder überhaupt gibt und gesteht: "Das ist für Eltern auch verwirrend, da den Richtigen zu kaufen." Er empfiehlt das Kind mit zum Kauf des Sitzes zu nehmen und sich fachlich beraten zu lassen. "Viele Eltern springen zu früh in die nächste Stufe, obwohl ihr Kind noch in den anderen Sitz passt". Die Beamten in Delmenhorst stellten bei einigen Eltern aber auch fest, dass diese gar keinen Kindersitz im Auto hatten. Häufigste Aussrede: "Ich dachte mein Kind braucht den nicht mehr". Falsch gedacht, erklärte uns Polizeikommissar Torsten Blume: "Die Kinder müssen bis zu einer Größe von 1 Meter 50 oder dem 12. Lebensjahr in einem Kindersitz sitzen oder eine Sitzerhöhung nutzen." Viele Eltern, welche die Beamten ansprachen, zeigten bereitwillig die Kindersitze in den Fahrzeugen und brachten den Beamten viel Verständnis für die Aktion entgegen. Auch konnten einige offene Fragen der Eltern geklärt werden. Neben den teilweise fehlenden Kindersitzen war den Beamten auch das Verkehrschaos ein Dorn im Auge. Teilweise waren die Eltern so dreist und standen auf der falschen Straßenseite. Für den Schulbus, welcher hier immer Mittwochs kommt, um eine Klasse zum Schwimmunterricht zu fahren, war kaum ein Durchkommen möglich. "Am liebsten wäre uns, wenn die Kinder zu Fuß zur Schule kommen würden, denn nur so lernen diese aktiv am Straßenverkehr teilzunehmen", erklärt Blume. Auch wenn sich die meisten Eltern am Mittwochmorgen einsichtig zeigten, an eine Verbesserung der Situation glauben die Beamten nicht. Statistiken zu den Elterntaxis gibt es bisher nicht, erklärte Blume, doch gefühlt sei es schlimmer geworden. "Trotz zahlreicher Präventionsaktionen ist das Problem nicht in den Griff zu kriegen" - sagte Blume - und so werden die Beamten der Polizei Delmenhorst, aber auch die Kollegen im Bundesgebiet, wohl immer wieder solche Aktionen durchführen.


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