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brandenburg
Dienstag, 7. September 2021, 17:00 Uhr
Caputh, Landkreis Potsdam-Mittelmark, Brandenburg
News-Nr.: 37439

Autobrand wird dank E-Antrieb zur Geduldsprobe:
Geparktes E-Auto fängt unter Carport Feuer - Massive Flammenentwicklung bedroht Wohnhaus und Nachbargebäude (on tape) - Möglicherweise reagierende Batterien im Fahrzeug müssen 24 Stunden lang gekühlt werden - Lange Zeit unklar, wie und von wem Auto abgeschleppt und gesichert wird - Feuerwehr über fünf Stunden bei eigentlichem Routinealarm im Einsatz: „Akkubetriebene Fahrzeuge werden für die Zukunft das größte Problem bei der Feuerwehr!“

Auf der aktuellen IAA werden E-Autos gefeiert, doch in der Praxis sorgen sie für große Probleme - Durchgehender Wasserstrahl auf ausgebranntes Auto - Übergriff der Flammen auf Häuser nur knapp verhindert - Zunächst unklar, wer kostspielige Bergung bezahlt und ob giftige Gase ausgetreten sind - Feuerwehrleute zur Beobachtung ins Krankenhaus gekommen - Auto wird in Mulde verladen und diese geflutet - Feuerwehr stellt konstatiert fest: „Waren von Wohnungsbrand ausgegangen, dann war es eben ein Carport. Eigentlich auch nicht schlimm, bis wir feststellten, dass es sich um ein E-Auto handelt. Da fingen die Probleme an.“ - Ausführliche O-Töne und spektakuläres Amateurvideo, was in meterhohen Flammen stehendes Auto zeigt

Bildergalerie vorhanden

Datum: Dienstag, 7. September 2021, 17:00 Uhr

Ort: Caputh, Landkreis Potsdam-Mittelmark, Brandenburg

 

(ch) Auf der am Dienstag eröffneten IAA waren sie die Stars: Elektroautos, die von vielen Herstellern und auch der Politik als die Zukunftstechnologie beschrieben werden. Doch in der Gegenwart sorgen sie derzeit noch für enorme Probleme.

Eine schwarze Rauchsäule stand am späten Nachmittag über dem Schwielowseeer Ortsteil Caputh. Anwohner hatten den Brand bemerkt und die Feuerwehr gerufen. Die ging zunächst von einem Routineeinsatz aus. „Wir waren von einem Wohnungsbrand ausgegangen und dann was es eben ein brennender Carport“, berichtet Einsatzleiter Rolf Käfer. Mit drei C-Rohren schützen sie das angrenzende Wohnhaus, eine Hecke und Nachbargebäude vor größeren Schäden. Doch als sie dann erblickten, was unter dem Carport geparkt war, fing die Misere an. Denn bei dem brennenden Auto handelt es sich um einen vier Jahre alten Hyundai mit Elektroantrieb. Der Besitzer, Familienvater Andreas Leonard, hatte mit dem Wagen kurz zuvor seine Kinder von der Schule abgeholt und dann den Wagen wie immer abgestellt. Als er aus dem Fenster kurz darauf schaute, sah er das Inferno.

„Wir haben sofort mit Sicherheitsabständen gearbeitet“, so Käfer, als er von dem Antrieb erfuhr. Denn es war unklar, welche giftigen Dämpfe oder Säuren entwichen sind. Zudem hielt ein Trupp durchgehend den Wasserstrahl auf das ausgebrannte Auto. Denn auch wenn keine offenen Flammen mehr erkennbar waren, droht Gefahr ausgerechnet vom Antrieb. „Wenn die Batterien vom Brand betroffen sind, ist das für die Feuerwehr immer ein Problem. 24 Stunden lang müssen betroffene Batterien gekühlt werden.“

Während also das Kühlwasser durch die Leitung floss, galt es, den Abtransport zu gewährleisten. Hierzu bedurfte es eines Fachunternehmens, was sich damit auskennt. In Brandenburg jedoch Mangelware. „Wir mussten zuerst die finanziellen Mittel klären und prüfen, welche Firmen dafür in der Lage sind“, berichtet Käfer. Letztlich half die Feuerwehr aus dem Nachbarort mit einer Mulde, in der das Auto geschleppt werden konnte. Diese wurde mit Wasser geflutet, ehe es zu einer Fachfirma ging. Doch steht der Wagen nun unter genauer Beobachtung. Unter Beobachtung könnten auch einzelne Feuerwehrleute stehen, da auch zum Einsatzende noch unklar war, ob durch die brennenden Akkus giftige Dämpfe entstanden sein könnten. Acht von ihnen ließen sich im Krankenhaus untersuchen. Für Augenzeuge Detlef Winze Grund genug, großen Abstand von solchen Autos zu nehmen: „Wenn es brennt, ist es sehr gefährlich. Wenn das alles nicht so wäre, wie beim normalen Auto, dann ist es ja nicht gefährlich. Aber so.“

Für die Feuerwehrleute war es das erste E-Auto, was bei ihnen gebrannt hatte. Zwar hatten sie das Thema in Schulungen theoretisch bereits erprobt, aber in der Praxis eröffnen sich eben doch ganz andere Probleme. Und deswegen ist für Käfer klar, dass er und seine Leute zeitnah weitere Lehrgänge besuchen will, um auf solche Situationen besser vorbereitet zu sein. Denn für ihn steht nach dem fünfstündigen Einsatz fest: „Diesel oder Benzin sind nicht das Problem, sondern akkubetriebene Fahrzeuge werden für die Zukunft das größte Problem der Feuerwehr sein.“ Und schon heute ist klar: diese Autos werden mehr und mehr auf den deutschen Straßen rollen.


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