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Samstag, 13. Februar 2021, 08:30 Uhr / Nachdreh: Sonntag: 14. Februar 2021
Schwanewede, Landkreis Osterholz-Scharmbeck, Niedersachsen
News-Nr.: 35531

Rettung in letzter Minute:
Familie steht nach Feuer und fluchtartiger Rettung im Schlafanzug vor dem Nichts - Nachbarn lösen Spendenaktion aus und werden mit Sachspenden überhäuft - Großes Doppelhaus bei Feuer komplett ausgebrannt

Ehepaar mit siebzehnjähriger Tochter und behindertem fünfjährigem Sohn und pflegebedürftiger Großmutter können sich in letzter Minute vor Feuer retten - Hunde der Familie können erst von Feuerwehr gerettet werden und kämpfen in Tierklinik ums Überleben - Emotionaler Nachdreh mit der Familie am Tag danach

Bildergalerie vorhanden

Datum: Samstag, 13. Februar 2021, 08:30 Uhr / Nachdreh: Sonntag: 14. Februar 2021

Ort: Schwanewede, Landkreis Osterholz-Scharmbeck, Niedersachsen

 

(tz) Freud und Leid liegen oft sehr dicht beieinander - beim Schicksal von Familie Stanislawski aus Schwanewede treffen beide Dinge zusammen: Die fünfköpfige Familie hat sich am Samstagmorgen sprichwörtlich in letzter Minute aus ihrem brennenden Haus gerettet - barfuß und im Schlafanzug, ihre beiden Hunde blieben vor lauter Angst zurück, erst die Feuerwehr konnte sie retten.

Die Familie hat alles verloren - außer ihr Leben - und bangt zudem noch um das Leben ihrer Hunde - aber ihnen widerfährt eine Hilfsbereitschaft, die gut tut - sachlich, wie emotional.

Es war 8.30 Uhr am Samstagmorgen, als Nicole Stanislawski durch Piepen eines Rauchmelders und seltsamen Geruch aus dem Schlaf gerissen wird, sie weckt ihren Mann. Im Flur des Obergeschosses wird klar: Es brennt! Die 17-jährige Tochter Sina schnappt ihren geistig behinderten fünfjährigen Sohn und rennt nach unten. Vater Mike verschwindet im Rauch des Wohnzimmers, kommt aber auch ins Freie - in letzter Minute. Mutter Nicole eilt in die Einliegerwohnung ihrer pflegebedürftigen Mutter, zusammen mit einem hinzukommenden Passanten wird auch sie ins Freie geholt. Alle finden Unterschlupf bei ihren Nachbarn. "Es sind die besten Nachbarn der Welt", so Nicole Stanislawski mit Tränen in den Augen am Tag danach. Denn Nachbar André Clausen, ist nicht nur derjenige, der die Familie sofort aufnimmt, als Mitglied der freiwilligen Feuerwehr kann er besonnen die wichtigsten Informationen an die schnell hinzukommenden Kameraden geben: Alle Menschen sind raus, aber zwei Hunde sind vermisst. "Der große Hund wollte den Kleinen beschützen", so Nicole Stanislawski am Tag danach, "wir mussten uns selber retten und die Hunde kamen einfach nicht hinterher." Der Feuerwehr gelingt es erst den großen und später auch den Kleinen ins Freie zu holen. "Beide sind schwer vergiftet in einer Tierklinik", so Mutter Nicole verzweifelt, alle hoffen, dass sie es schaffen. Nachbar André Clausen packt dafür an diesen Tag mehrfach an: Nachdem er sogar selber noch mitgelöscht hat, kümmert er sich sofort um schnelle Hilfe. "Die hatte nichtmal Schuhe an", so Clausen. Ein spontaner Aufruf bei Facebook brachte dann eine wahre Flut an Hilfe über die Familie: "Kaum war die Straße wieder auf, fuhren hier Kolonnen vor, um Sachen zu bringen", so Clausen, "wir haben Säckeweise Sachen bekommen". Diese stapeln sich nun bei ihm im Wohnzimmer. Es soll der Familie einen raschen Neustart ermöglichen- Sowohl das gemietete Haus, wie auch der Hausrat waren versichert, die Gemeinde hat eine Not-Unterkunft versprochen. "Alle sagen, dass es nur materielle Dinge sind, aber es ist hart", so Nicole Stanislawski, "wir sind auf Hilfe angewiesen, denn was noch da ist, darf nicht mehr benutzt werden -es ist alles weg." Bis die Versicherung reguliert hat die Familie zumindest wieder Kleidung aus den Spenden. Und der Familie ist bewusst, dass es sehr knapp war, dass sie dieses Feuer unbeschadet überlebt haben: "Wenn unser Sohn nicht zufällig bei uns geschlafen hätte, wäre er nicht alleine rausgekommen, er erkennt keine Gefahr", so die Mutter, "aber zehn Minuten später wären auch wir nicht mehr rausgekommen".

 

 

Primärtext zum Brandereignis: 

Minus zwölf Grad zeigte das Thermometer als die Feuerwehr am frühen Samstagmorgen zu einem Feuer eines Zweifamilienhauses in Schwanewede (Niedersachsen) gerufen wurde. Beim Eintreffen der ersten Kräfte schlugen die Flammen bereits aus den Fenstern und dem Dach des Hauses. Die Bewohner des Hauses und eine weitere Bewohnerin der Einliegerwohnung hatten sich bereits in Sicherheit gebracht. Den Einsatzkräften gelang es auch noch den Familienhund zu retten. Nun galt es gegen die Flammen und die eisigen Temperaturen anzukämpfen. "Das ist schon eine Herausforderung, wir haben hier mit Einsatzkräften zu tun, die nass geschwitzt sind", so die Feuerwehr. Und das sah man auch; kaum war der Helm abgesetzt, stieg eine Qualmwolke aus einem schwitzenden Feuerwehrmann. Außerdem gefror das Löschwasser auf der Straße sofort und sorgte für eine weitere Sturzgefahr. Mit einen Innen- und Außenangriff versuchten die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Die Dachhaut musste von der Drehleiter aus geöffnet werden, um an alle Glutnester heranzukommen.  Die Bewohner des Haupthauses, zwei Erwachsene und zwei Kinder kamen zur Beobachtung in ein Krankenhaus. Das Haus wurde wurde durch den Brand völlig zerstört und ist nicht mehr bewohnbar. Die Gemeinde kümmerte sich um eine Notunterkunft. Die Brandursache ist noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

 

 

 


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