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bremen
Mittwoch, 27. Mai 2020
Bremerhaven, Bremen
News-Nr.: 33133

"Mir kann keiner erzählen, dass sie das nicht gesehen haben":
Bauarbeiter schäumen Nistlöcher an Hausfassade bei Sanierungsarbeiten mit Bauschaum zu - Eltern versuchen verzweifelt, zu den Jungvögeln zu gelangen

Bilder von den zugeschäumten Nistlöchern und Elternvögeln, die versuchen, die eingeschlossenen Küken zu erreichen - O-Töne mit einer Anwohnerin und einer BUND-Sprecherin: "Nicht nur Nistplätze werden zerstört, sondern auch eine Brut, die gerade noch gefüttert wurde"

Bildergalerie vorhanden

Datum: Mittwoch, 27. Mai 2020

Ort: Bremerhaven, Bremen

 

(ah) Wenn es nicht so grausam wäre, könnte man sagen: "Ich bin ein Star, holt mich hier raus": Bauarbeiter haben bei Sanierungsarbeiten an einem Mehrfamilienhaus mehrere Nistlöcher von Staren mit Bauschaum zugeschäumt, so dass die Eltern nicht mehr zu ihren Jungvögeln gelangen können, um sie zu füttern.

Anwohnerin Sylvia Jäger hat die brütenden Vögel schon lange beobachtet und sich an ihnen erfreut. Als sie sah, dass die Löcher im Rahmen der Bauarbeiten abgedichtet wurden, war sie entsetzt: "Mir kann keiner erzählen, dass sie das nicht gesehen haben". Sie machte ein Video von den verzweifelt zu den zugeschäumten Löchern fliegenden Elternvögeln und postete es auf Facebook. Auch hier ein einhelliges Echo: So geht es nicht.  Sylvia Jäger setzte sich mit dem NABU in Verbindung und will nun auch Anzeige bei der Polizei einreichen.

Auch für Siecke Martin vom BUND Bremen liegt die Grundlage für eine Anzeige vor: "Das verstößt gegen das Bundesnaturschutzgesetz. In diesem Falle nicht nur Nistplätze zerstört, sondern auch eine Brut, die gerade noch gefüttert wurde. Die Jungvögel werden sterben - sie ersticken oder verhungern."

Der BUND hat seit Jahren eine Kooperation mit vielen Wohnungsbaugesellschaftten, um gerade solche Fälle zu verhindern. Gebäudebrüter sind häufig; auch Stare nutzen oft Nistlöcher, die von Spechten in Wände gehackt wurden. Ein Rückgang bei vielen Arten sei auch durch Gebäudesanierungen zu erklären. Durch ein vorheriges Abklären im Rahmen der Kooperation konnten in den letzten Jahren Ersatz für hunderte Vogelnester und Fledermausquartiere geschaffen werden.

Sylvia Jäger hofft indes, dass der verantwortliche Bauarbeiter zur Rechenschaft gezogen wird: "Ich will der Firma nicht schaden, aber vielleicht muss der Mann jetzt zur Strafe überall Vogelhäuser aufbauen."

 


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