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Logistische Krise entlang der Autobahnen:
Versorgungs-Stau für Brummi-Fahrer: Logistik-Branche auf harte Probe gestellt, nachdem Rastplätze und Autohöfe keine Speisen mehr anbieten dürfen - LKW-Fahrer sitzen mit eigener Versorgung auf Trockenem

Reportage über Problematik an der A1: Situation hat sich seit Tagen weiter verschlimmert - LKW-Fahrer sind in Sachen eigener Essensversorgung allein gelassen

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Datum: Donnerstag, 26. März 2020, 21:07 Uhr

Ort: A1 bei Rade, Autohof HH-Süd, LK Harburg, Niedersachsen

 

(gs) Sie sollen die Versorgung während der Corona-Krise sicherstellen, werden aber in Sachen der eigenen Versorgung derzeit massiv im Stich gelassen. LKW-Fahrer in Deutschland stehen derzeit vor einer ganz eigenen Krise: Die logistischen Anforderungen wachsen zusammenm mit dem Druck auf die Fahrer, doch dort, wo die Trucker sich ausruhen und stärken wollen, stehen sie durch staatliche Reglementierung nun vor verschlossenen Türen. Keine Getränke, kein Restaurant, kein warmes Essen. Die sanitären Einrichtungen entwickeln sich nach Schließung der Gastronomie zu Kloaken. Entsprechend stinksauer werden langsam die LKW-Fahrer. 

Robert Sandner transportiert Zucker und ist somit einer von vielen in der Logistik-Kette der Lebensmittelversorger: "Wir versuchen die Versorgung aufrecht zu erhalten, aber wir selber stehen vor verschlossenen Rasthöfen und wissen nicht, wie wir uns selber versorgen sollen." Am Autohof Hoyer "Hamburg-Süd" in Rade wäre ausreichend Platz, um LKW-Fahrern mit nötigem Abstand eine vernünftige Pausen-Atmosphäre anzubieten. "Im Augenblick gibt es nur "Essen to go", so Autohof-Sprecher Thomas Hartmann, "wir haben inzwischen eine Sondergenehmigung beantragt und hätten ja genug Platz". Die Maßnahmen zur Durchsetzung der Vorgaben waren dagegen kompromisslos. "Unser Restaurant wurde sogar mit der Polizei geräumt", so Hartmann. Bei den Truckern wächst der Unmut: "Ich finde die Situation furchtbar, es für uns LKW-Fahrer total schwer, alles ist zu," erklärt LKW-Fahrer Sandner, "außer Bockwurst und ein kaltes Brötchen gibt es nichts." Auch Gina Wehder ist LKW-Fahrerin und merkt das steigende Unverständnis: "Man fühlt sich wie ein Mensch zweiter Klasse".

Autohof-Sprecher Hartmann hat Verständnis für die Wut der Trucker: "Wenn ein LKW-Fahrer den ganzen Tag dafür sorgt, dass andere versorgt sind, dann hat er auch Anspruch auf vernünftiges Essen - und zwar nicht im Pappteller am Steuer." Doch das ist im Moment für LKW-Fahrer wie Robert Sandner die einzige Chance, ein warmes Essen zu bekommen. "Es ist mal OK, aber keine dauerfristige Lösung", so Sandner, "auf Dauer in der Kabine essen, ist einfach nicht hinnehmbar." Die Wut derer, die beim Versorgen in der Krise selber nicht versorgt werden können, wächst und es droht eine Krise in der Krise... 

 

 


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