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Rettungszentrum näht Mundschutz selbst:
Mangel sorgte für geniale Idee - Rotes Kreuz will nicht nur sich, sondern kompletten Landkreis mit genähtem Mundschutz versorgen, rund 250.000 Stück - Zusätzlich Projekt "Mundschutz für Kinder" in Planung - Räume in der Rettungswache als Nähstube umfunktioniert

„Wir können jetzt wie der Vogel Strauß den Kopf in den Sand stecken, oder handeln und selbst etwas tun“ - Bereits 600 ehrenamtliche Näherinnen aus ganz Deutschland akquiriert - Logistikunternehmen als Partner für kostenlosen Versand übernommen - Telefone, Email und Social Media stehen aufgrund der Aktion nicht mehr still

Bildergalerie vorhanden

Datum: Dienstag, 24. März 2020

Ort: Schwalmstadt, Landkreis Schwalm-Eder-Kreis, Hessen

 

(tf) Not macht erfinderisch - die Corona-Krise hat uns allen gezeigt, dass Zusammenhalt und Eigeninitiative auch heute im digitalen Zeitalter noch wichtig sind. Schutzkleidung ist zur Zeiten der Pandemie inzwischen Mangelware und es trifft nicht nur Privatpersonen, sondern auch Rettungskräfte, wie der Fall des Rettungszentrums in Schwalmstadt zeigt. Wochenlang dauert es bis Bestellungen zur Auslieferung kommen, wenn überhaupt. Dies hat zum Nachdenken angeregt, denn es gilt Retter und auch Patienten vor einer Infektion zu schützen.

 

„Wir können jetzt wie der Vogel Strauß den Kopf in den Sand stecken, oder handeln und selbst etwas tun“, so Thomas Lampp in seiner Funktion als Hygienetechniker beim Deutschen Roten Kreuz im Kreisverband Schwalm-Eder. Deswegen starteten die Retter die Aktion "Nähstübchen", eigentlich erstmal um ihre Kollegen mit jeweils zwei Modellen auszurüsten. Klassisch, wie vor ein paar Jahrzehnten noch üblich, nähen hier die Frauen Mundschutz aus Stoff. Herz der Gruppe - Rettungsassistentin Leni. Thomas kam mit der Idee am Freitag auf die Hobbynäherin zu, die hauptberuflich im Rettungsdienst arbeitet. Am Wochenende opferte sie ihre freie Zeit und optimierte Zuschnitte und den Ablauf. Anfang der Woche startete dann die Produktion im Rettungszentrum in Schwalmstadt. Zwei Räume der Rettungswache sind nun umfunktioniert - als Nähstube und Logistikzentrum. Niemand darf den Bereich ohne Mundschutz und desinfizierte Hände betreten.

 

Durch einen Post in den sozialen Medien erreichte die Aktion der provisorischen "Mundschutz-Fabrik" massiv Aufmerksamkeit und zig Freiwillige finden sich, die diese einfache und geniale Idee unterstützen. Neben den ehrenamtlichen Nährerinnen in den eigenen Räumen, die immer kommen, wenn sie Zeit haben, unter Federführung von Leni, fanden sich inzwischen rund 600 Näherinnen in ganz Deutschland. Denn die Ziele der Retter sind gestiegen. Sie wollen es schaffen den ganzen Schwalm-Eder-Kreis mit einem Mundschutz auszustatten - das sind stattliche 181.000 Stück. Zusammen mit denen für das Personal und ansässige Krankenhäuser, Arztpraxen und Co. stehen rund 250.000 Stück Mundschutz auf dem Plan. Neben Spenden in finanzieller und materieller Form, die unermüdlich eingehen, unterstützt inzwischen ein Logistikunternehmen die Retter und liefert die Pakete deutschlandweit kostenlos aus.

 

Was Initiator Thomas Lampp jedoch wichtig ist: "Wir produzieren jetzt hier keine Masken dafür, dass jeder was auf der Nase hat und wieder nach draußen laufen kann. Das ist lediglich ein Schutz dafür, wenn ich nicht herauszögerbare Besorgungen machen muss, wenn ich rausgehen muss zum Einkaufen oder muss irgendeinem Dritten helfen - ansonsten zählt ganz klar: bleibt zuhause".

 


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