Ihre Werbung auf Nonstopnews.de
baden_wuerttemberg
Samstag, 13. März 2020, 11 Uhr
Baltmannsweiler, Landkreis Esslingen, Baden-Württemberg
News-Nr.: 32371

Erste drastische Einschnitte im Rettungsdienst:
Landkreis Esslingen stellt bewährtes „Helfer vor Ort“ - System mit sofortiger Wirkung ein - Empfehlung kommt vom Landesverband und betrifft ganz Baden-Württemberg - Ersthelfer rücken aus Angst vor Corona-Ansteckung nicht mehr zu medizinischen Notfällen aus

Mitglieder der Hilfsorganisationen sollen für Katastrophenschutzeinheiten aufgespart werden - Patienten werden nun im Notfall nun wohl wesentlich länger auf den Rettungsdienst warten müssen

Bildergalerie vorhanden

Datum: Samstag, 13. März 2020, 11 Uhr

Ort: Baltmannsweiler, Landkreis Esslingen, Baden-Württemberg

 

(sg) Nun gibt es aufgrund der Corona-Maßnahmen die ersten vielleicht dramatischen Einschnitte im Gesundheitssystem: Der Landkreis Esslingen beschloss mit sofortiger Wirkung keine Ersthelfer mehr im Rettungsdienst auszusenden. Dieser Entschluss basiert auf einer Empfehlung des Landesverbandes und betrifft ganz Baden-Württemberg. Das inzwischen gerade im ländlichen Bereich bewährte „Helfer-vor-Ort“-System beruhte darauf, dass ausgebildete Ersthelfer der örtlichen Hilfsorganisationen bei medizinischen Notfällen und Unfällen direkt parallel zum normalen Rettungsdienst ausrücken, um die lange Zeit, die für die langen Anfahrten von Rettungswagen und Notarzt verstreicht, zu überbrücken und schnell erste lebensrettende Maßnahmen einzuleiten.

Das wird es nun ab sofort und bis auf weiteres nicht mehr geben. „Wir wurden heute Morgen darüber informiert, dass die Helfer vor Ort ab sofort nicht mehr alarmiert werden“, berichtet der Bereitschaftsleiter des DRK-Ortsvereins Baltmannsweiler.

Andere Landkreise wollen ähnlich verfahren. Denn die Hilfsorganisationen, wie zum Beispiel das Deutsche Rote Kreuz in Baltmannsweiler, haben Angst um die Gesundheit ihrer ehrenamtlichen Helfer. Da diese aus Personalnot oft gleichzeitig in mehreren Einheiten Dienst versehen sollen diese Kräfte für die eventuell in der Corona-Krise noch benötigten Katastrophenschutzeinheiten aufgespart werden. „Es wurden auch alle Ausbildungen und Dienstabende abgesagt“, so der DRK-Helfer.

Für die Notfallpatienten könnte diese Entscheidung aber dramatische Konsequenzen haben, denn zum Beispiel bei einem Kreislaufversagen und einer damit notwendigen Herz-Kreislauf-Reanimation kommt es auf jede Minute an.


Wichtiger Hinweis: Die Anforderung von Video- und Bildmaterial ist Redaktionen von Fernsehanstalten und Printmedien vorbehalten. Auf Anfrage können am jeweiligen Geschehen beteiligte Einsatzkräfte, die bei uns registriert sind, TV-Material zu internen, nichtöffentlichen Zwecken anfordern. Die Entscheidung über diese außerredaktionelle Bereitstellung obliegt der Berücksichtigung des Schutzes von Persönlichkeitsrechten der Betroffenen im jeweiligen Fall. Wir bitten um Verständnis.
Sehr geehrter Kunde,

wir möchten ihnen unsere Agenturinhalte ohne störende Werbebotschaften darstellen.

Bitte nutzen Sie dazu in Zukunft unser b2b-Portal unter

www.nonstopmedia.de.

Ihre Zugangsdaten bleiben gleich, sie werden nach Login auf der dortigen Seite sofort auf die bekannten Inhalte von NonstopNews weitergeleitet - werbefrei.

Diesen Hinweis ausblenden.