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Tischlerei geht nach Blitzeinschlag in Flammen auf
Gebäude brennt komplett aus - Eigentümer hatte letztes Projekt gerade fertig gestellt

Vier O-Töne - Feuerwehr im Großeinsatz

Bildergalerie vorhanden

Datum: Dienstag, 11. Februar 2020, 19:50 Uhr

Ort: Spenge, Kreis Herford, Nordrhein-Westfalen

 

(et) Nach einem kurzen, aber heftigen Unwetter stand am Dienstagabend gegen 19.50 Uhr der Dachstuhl einer Tischlerei im Ortsteil Harrenheide in Flammen. Ein Großaufgebot der Feuerwehr konnte trotz aufwändiger Löschmaßnahmen nicht mehr verhindern, dass das Gebäude ausbrennt. Bei eigenen Löschversuchen zog sich der Eigentümer eine Rauchgasvergiftung zu, die im Krankenhaus behandelt werden musste.

 

Eckhard Lechtermann steht vor den Trümmern seiner Existenz. Er schaut auf seine ausgebrannte Tischlerei, in der er noch vor wenigen Minuten gearbeitet hatte. »Morgen sollten Fenster nach Bielefeld zu einem Hausumbau gebracht werden. Den Kunden muss ich absagen.« All die Überstunden der letzten Wochen bis in den späten Abend waren vergebens. »Ich war eine viertel Stunde aus der Werkstatt und wollte mich im Badezimmer waschen, als nach einem lauten Knall der Strom ausfiel. Ich bin von einem Blitzeinschlag ausgegangen und wollte zum Sicherungskasten, als es draußen plötzlich hell wurde.«

 

Nachbar Klaus Schlür, der wie viele Anwohner der Siedlung vom lauten Knall aufschreckte, kam bereits auf den Hof und machte Eckhard Lechtermann auf den Brand im Dachboden aufmerksam. Sie versuchten noch mit einem Feuerlöscher und einem angeschlossenen Schlauch die Flammen abzulöschen, was ihnen nicht gelang. In der Zwischenzeit retteten sich die Bewohner des angrenzenden Wohnhauses ins Freie und wählten den Notruf.

 

Mit dem Alarmstichwort »Wohnhausbrand – unklare Lage nach Gewitter« eilten Thomas Reschke, Leiter der Feuerwehr Spenge und seine 80 Mann starke Truppe zum Einsatzort in die Straße Auf dem Kampe, Ecke Diemker Straße. »Auf der Anfahrt hatten wir mit einem Sturm aus Hagel und Schnee zu kämpfen und auftretender Straßenglätte. Die Decke aus Schneematsch war mehrere Zentimeter dick. Bei unserem Eintreffen stand der Dachstuhl des Tischlereigebäudes bereits in voller Ausdehnung in Flammen. Das im Dachboden gelagerte Holz musste sich durch die Energie des Blitzes rasend schnell entzündet haben.«

 

Die Brandbekämpfer der Feuerwehr Spenge bauten umgehend eine Riegelstellung zum angrenzenden Wohnhaus und den Garagen auf. Mehrere Einheiten der Feuerwehr Enger, unter anderem eine Drehleiter und Sonderfahrzeuge der Kreisfeuerwehrzentrale Herford wurden nachalarmiert. Die teilweise starken Windböen fachten das Feuer weiter an, bis nach kurzer Zeit das Feuer durchzündete und die gesamte Werkstatt in Flammen stand.

 

»Das ging alles so schnell und die ganze Nachbarschaft war stark verraucht. Die zerstörten Fenster für das Bielefelder Bauvorhaben hatten einen Auftragswert von etwa 30.000 Euro. Ich weiß gar nicht, wie ich das morgen früh meinen Kunden erzählen soll. Das Wichtigste ist, dass niemand verletzt wurde«, sagte Lechtermann. So ganz stimmte das allerdings nicht, denn der Eigentümer selbst war es, der noch während der Löscharbeiten mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert wurde, sagte Reschke. »Bei den eigenen Löschversuchen atmete er giftige Rauchgase ein. Die Rauchgasvergiftung wird vermutlich über Nacht im Krankenhaus behandelt.«

 

Mittlerweile waren 10 C-Rohre und ein Wenderohr im Einsatz. Durch den eingestürzten Dachboden war im Dachstuhl nur noch ein verkohltes Gerippe aus Dachbalken und dem Kamin der Absauganlage zu erkennen. Die kleine Tischlerei wurde ein Raub der Flammen. Laut Reschke dauerte der Einsatz etliche Stunden an. »Die Nachlöscharbeiten waren sehr zäh, da der Boden des Hauses mit Trümmerteilen und Holz übersäht war. Wir mussten verbrannte Geräte aus der Werkstatt holen, einen Pelletofen öffnen und Fenster einschlagen, bis die Glutnester erstickt waren. Eine Brandsicherheitswache blieb vor Ort, um beim Aufflammen schnell eingreifen zu können.

 

Eckhard Lechtermann dachte weiter an die Arbeiten, die fertig waren oder kurz vor Abschluss standen. »Das waren Fenster, Türen, Treppenstufen – alles ist hinüber, doch so ganz werde ich das erst die nächsten Tage begreifen. Den Betrieb hatte ich von meinen Schwiegereltern übernommen und auch ich wollte ihn in den nächsten Jahren weitergeben. Die Zeit wird jetzt zeigen, ob das realisiert werden kann.« Er freute sich über die Hilfeangebote aus der, wie er sagte, sehr großartigen Nachbarschaft. »Hier kann man sich aufeinander verlassen!«

 

Darüber waren sich die Anwohner Eckhard Lechtermann, Klaus Schlür und Hans-Jürgen Kluck einig. Kluck, der den Knall beim Abendessen wahrgenommen hatte, bemerkte den alarmierenden Pieper seines Sohnes, der in der Feuerwehr ist. »Mein Sohn hatte einen Alarm bekommen, da war hier schon alles verraucht. Glücklicherweise war nur das Werkstattgebäude betroffen. Das Wohnhaus wurde von der Feuerwehr gerettet.« Noch ein paar Häuser weiter flogen bei Schlür Steckdosen von den Wänden, wie er berichtete. »Dadurch haben wir keinen Strom, wie in vielen Häusern an der Diemker Straße. Mitarbeiter des Netzbetreibers waren am Abend auch hier.«

 

Worüber sich alle Nachbarn, insbesondere Eckhard Lechtermann einig waren, dass am Mittwochmorgen die Versicherungen angerufen werden. Die Feuerwehr konnte den Gesamtsachschaden noch nicht beziffern. Ein eingesetzter Polizeibeamter sprach am Abend von einer höheren sechsstelligen Summe. Laut seiner Auskunft sollen Brandermittler der Kriminalpolizei die Brandstelle am Morgen untersuchen.

 


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