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Seltsame Krebswanderung über 80 Kilometer vom Meer entfernt – Wollhandkrabben laufen über Landstraße im Verdener Land und finden unter den Autoreifen den Tod

Zahlreiche Krabben abseits der Weser entdeckt – Krebse wollen zur Paarung vom Süß- ins Salzwasser wechseln - Anwohner: "Leb auch schon was hier. Aber das ist ein Schauspiel, das habe ich so noch nicht erlebt." - Wollhandkrabben stammen eigentlich aus Asien und sind vor mehr als hundert Jahren von Schiffen eingeschleppt worden und vermehren sich nun so extrem, dass sie ein Problem darstellen - Ausführlicher O-Ton mit einem Hobbyfischer, der die Krabben täglich kiloweise in seinen Reusen findet - "Krabben vernichten viel Laich und Jungfische"

Bildergalerie vorhanden

Datum: Montag, 16. September 2019, 17:30 Uhr

Ort: Thedinghausen, Landkreis Verden, Niedersachsen

 

(ch/ah) Merkwürdig anmutendes Naturschauspiel am Montag im Kreis Verden. Bei Thedinghausen, rund 80 Kilometer von der Nordsee-Küste entfernt, wurden am Nachmittag dutzende Wollhandkrabben entdeckt. Die Tiere liefen entlang einer Landstraße und waren dabei rund 200 Meter von der Weser entfernt. Mehrere Exemplare hatten bereits versucht die Fahrbahn zu kreuzen und fanden dabei oftmals einen tragischen Tod. Die Krabben sind offenbar auf dem Weg vom Süß- ins salzige Brackwasser, da sie nur dort  ihre Eier ablegen können. Normalerweise nehmen die Tiere den Wasserweg, doch wenn dieser versperrt ist, wird ein Umweg über Felder und Straßen gemacht, was vielen Krabben zum Verhängnis wurde.

Ursprünglich stammt die Wollhandkrabbe aus Asien und wurde im 20. Jahrhundert wohl von Segelschiffen eingeschleppt. Die Trauer über das Schicksal der Krabben hält sich vor allem bei Fischern in Grenzen. Die Tiere haben kaum natürliche Feinde, vermehren sich rasend schnell, vernichten Laich und beschädigen Reusen. Hobbyfischer Dieter Grube hat in seinen Reusen teilweise mehrere Kilogramm Wollhandkrabben - pro Tag. Auch an den Netzen seiner Reusen sind deutliche Spuren der Krabbenscheren zu sehen. Die Löcher kann man flicken, doch die Krabben sorgen vor allem dafür, dass das Fischen erheblich erschwert wird. Gerade im Herbst ist es kaum noch möglich, Aale zu fangen. "Die Aale sehen aus wie gesandstrahlt und liegen tot in den Reusen", so Grube. Er hat für die Wollhandkrabben wenig Verwendung: Hin und wieder gibt er einige Krabben an asiatische Familien, da die Tiere dort als Delikatesse gelten, aber der größte Teil wird eingestampft und als Fischfutter in den Fluss geworfen."Das machen alle anderen Fischer auch", so Grube.

 


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