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"Der Boden ist seit über einem Jahr nicht mehr richtig mit Wasser versorgt worden":
Falkenseer Feuerwehrchef erläutert Probleme durch die immense Trockenheit, die zu gewaltigen Waldbränden führen kann

Daniel Brose war bereits vielfach im bei derartigen Waldbränden im Einsatz - "Wir müssen gemeinsam versuchen, Systeme zu entwickeln, wie wir schnell und effizient diese besonderen Gefahrenlagen bewältigen können" - Derzeit etwa 750 Hektar Wald in Brand - Mehr als 100 Feuerwehrleute im Einsatz

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Datum: Donnerstag 06. Juni 2019

Ort: Falkensee, Landkreis Havelland, Brandenburg

 

(ah) Als Leiter der Feuerwehr Falkensee kennt Daniel Brose sich mit Waldbränden bestens aus. Zwar bleib die Region in den vergangenen Jahrzehnten weitgehend von größeren Flächenbränden verschont, doch im letzten Jahr wendete sich das Blatt und im gesamten Land Brandenburg kam es im Hitzesommer 2018 zu zahlreichen, teils sehr großen Bränden in Waldgebieten.

In diesem Jahr scheint sich die Lage noch weiter verschärft zu haben. Bei Jüterborg brennen derzeit fast 800 Hekter Wald - der größte Waldbrand im Land seit Jahrzehnten.

Grund für die Brände ist die extreme Trockenheit. Im vergangenen Jahr und auch in den ersten Monaten diesen Jahres gab es viel zu wenig Niederschlag: Brose demonstriert das Problem mit einem Spaten in einem Waldgebiet bei Falkensee, wo es in der vergangenen Woche brannte: "Wir können hier einen Meter tief graben und werden keinen nassen Boden finden. Der Boden ist seit über einem Jahr nicht mehr richtig mit Wasser versorgt worden". Die Problematik ist sicht- und greifbar: Anfang Juni ist kein Grün an Bäumen und Büschen, sondern nur verdorrte und braune Blätter  Durch die Trockenheit genügt schon der kleinste Auslöser, um ein Feuer entstehen zu lassen; meist reicht eine Glasscherbe schon aus. Daher der Appell an alle Anwohner und Besucher, wenn möglich den Wald zu meiden und schon gar nicht im Wald oder auch nur in Waldnähe Feuer zu entzünden.

Viele Feuerwehrleute aus der Region sind bereits im Waldbrandeinsatz, weitere werden vermutlich noch hinzugezogen. Die meisten von ihnen sind freiwillig und in der Freizeit aktiv. Sie schwitzen nun bei mehr als 30 Grad in schwerer Schutzkleidung und gehen dabei an die Belastungsgrenze. Wie im gesamten Bundesgebiet geht aber auch in Brandenburg die Anzahl der Ehrenamtlichen zurück, so dass es immer schwerer wird, solche Lagen zu besetzen. Das Land hat bereits einiges für die Förderung der Feuerwehren in die Wege geleitet, doch auch die Träger - also die Kommunen - müssen nachziehen. So gibt es vereinzelt noch Wehren, die 30 Jahre nach der Wende noch mit DDR-Gerät arbeiten müssen.

So oder so: Die Trockenheit stellt Politik, Verwaltung und Einsatzkräfte vor große Herausforderungen, denen es sich zu stellen gilt - auch in Zukunft: "Wir müssen gemeinsam versuchen, Systeme zu entwickeln, wie wir schnell und effizient diese besonderen Gefahrenlagen bewältigen können", so Daniel Brose.

 


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