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Fragwürdige Baumbeschneidung eskaliert in Metallteil-Attacken:
Hunderte Bäume für Schwertransport halbiert - Schockierter Bürgermeister stoppt den Baumschnitt mit Hilfe der Polizei - Offenbar verärgerte Anwohner montieren Metallteile an zu schredderende Baumteile

Anlass: Mitte Mai sollen zwei über 30 Meter lange Edelstahlbehälter transportiert werden - Auch Bäume in Hüven, Eisten und Lähden beschnitten - Offenbar lag keine ausreichende Genehmigung vor - Statik zerstört - Unklar, ob Bäume sich erholen - Rechtliche Schritte werden geprüft - Metallteile in Baumschnittgut an Häckselmaschine entdeckt, Teile offenbar vorsätzlich dort montiert, um die Maschine zu beschädigen - Große Gefährdung auch für Arbeiter

Bildergalerie vorhanden

Datum: Samstag, 11. Mai 2019, 12 Uhr

Ort: Sögel/Herzlake, Emsland, Niedersachsen

 

(kl/gs) Die Posse um die halb-zersägten Alleen im Emsland bekommt eine neue Qualität: Einerseits konnten die Arbeiter inzwischen eine Genehmigung des Landkreises vorweisen, die die massiven Eingriffe tatsächlich erlaubt - unter Verpflichtung von Kompensationsmaßnahmen, anderseits gab es inzwischen Anschlagsversuche auf die ausführenden Arbeiter durch an den zum Häckseln bereitgelegten Baumschnitt montierte Metallteile.

Zunächst wirkte es wie ein medienwirksamer Schildtbürgerstreich und ganz Deutschland fragt sich: Wer hat das denn genehmigt? Im Emsland bot sich seit Donnerstag ein skurriler Anblick. Eine Firma wurde beauftragt hunderte Bäume für einen geplanten Schwertransport Mitte Mai zu beschneiden. Mehrere Hundert weitere sollen noch folgen. Inzwischen stehen unter anderem an der Landstraße 53 in Sögel und in der Hüvener Straße in Lähden-Herzlake verschandelte Bäume, die einseitig bis auf rund neun Meter Höhe regelrecht halbiert wurden. Das sei eine unverhältnismäßige Zerstörung vitaler Bäume - so saghen es nicht nur aufgebrachte Bürger.

Samtgemeindebürgermeister Günter Wigbers rief die Polizei, um den höchst fragwürdigen Einsatz zu stoppen. Er kritisiert das Vorgehen schwer. Sowohl die Art der Umsetzung als auch der Zeitpunkt seien fatal. Durch die einseitig erfolgten Arbeiten wurde die Statik der Bäume zerstört. Derart gravierender Baumschnitt ist laut Bundesnaturschutzgesetz zwischen dem 1. März und 30. September zudem verboten. Auch der Artenschutz spielt hier eine Rolle. Gärtner Heiner Hermühlen bestätigt den Schaden und spricht von einer Katastrophe. Anlass für die Zerstörung der Bäume sei ein geplanter Transport von zwei über 30 Meter langen Lagertanks, in denen CO2 gelagert werden kann. Sie wurden an eine Firma in Kopenhagen in Dänemark verkauft.

Ob die zunächst nicht vorliegende Genehmigung der für den Baumschnitt beauftragten Firma rechtmäßig sei, war zunächst unklar. Bürgermeister Wigbers erklärte, die Gemeinde Sögel sei nicht beteiligt gewesen und auch die Naturschutzbehörde des Landkreises Emsland sowie das zuständige Landesamt für Straßenbau in Lingen seien offenbar nicht involviert worden. Die Samtgemeinde prüf jetzt rechtliche Schritte.

Die Sägearbeiten wurden inzwischen eingestellt, aber prägende Alleebilder auch rund um eine 100 Jahre alte Mühle sind schwer zerstört. Vor Ort waren am Wochenende nur noch Arbeiter mit dem Abräumen des Schnittgutes beschäftigt. Die Arbeiter zeigten dann überraschenderweise eine Genehmigung des Landkreises Emsland, der die Maßnahmen offenbar genehmigte, wissentlich, dass damit "erhebliche Eingriffe in den Naturhaushalt und das Landschaftsbild entstehen". Hierzu wurden Kompensationsmaßnahmen gefordert - durch Neupflanzungen, deren Umfang noch festzulegen sei.

Offenbar greifen Gegner der Arbeiten aber inzwischen zu unerlaubten und durchaus gefährlichen Mitteln: An den Baumteilen, die zum Häckseln bereitgelegt wurden, wurden festgebundene Metalteile entdeckt, die nicht nur die Maschinen beschädigt oder zerstört hätten, sondern auch Menschenmleben gefährdet hätte. Näheres hierzu ist noch nicht bekannt.

 

Offen bleibt der Ausgang der Posse, da nun vor dem Transport nun abgewogen werden muss, ob der halbseitige Schnitt und damit verbundene Eingriff im Verhältnis zur Notwendigkeit der Fahrtstrecke steht, die sonst anders geführt wurde. "Offenbar wollte die Transportfirma kosten sparen - nun wird es nur teurer...", so der Bürgermeister. 

 

 

 


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