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Kinder nach Horrorfund alleine gelassen?
Drittklässler entdecken bei Müllsammelaktion erhängte Leiche – Lehrer sprechen von Wachsfigur und lassen Kinder sogar noch Klassenarbeit schreiben – Schüler ohne psychologische Hilfe nach regulärem Unterricht nach Hause geschickt - Grundschule informiert Eltern lediglich per Mail

Kinder teilweise verstört und derzeit nicht mehr schultauglich – Schulleiter spricht in Medien und Mail von sofortiger Unterstützung durch Schulpsychologe, was Eltern wie Kinder aber verneinen

Bildergalerie vorhanden

DatumMittwoch, 3. April 2019

Ort: Melle, Landkreis Osnabrück, Niedersachsen

 

(ch) Eigentlich ist der Vorfall an für sich schon traurig genug. Ein 69-Jähriger entschied kürzlich aus dem Leben zu treten und erhängte sich in einer leerstehenden Halle. Doch die Umstände, wie seine Leiche entdeckt wurde, schockieren. Pia Marie und ihre Klassenkameraden waren vergangenen Freitag dabei, ihre Umgebung von Müll zu reinigen. Bei der vorbildlichen Aktion liefen sie auch in ein Waldstück, reinigten dessen Wege und landeten schließlich auf einer alten Koppel, wo sie in der Hallte den erhängten Körper entdeckten.

„Die Lehrerin war da und meinte, dass das nur eine Wachspuppe ist“, erzählt Pia Marie. Sie und die übrigen Drittklässler gingen zurück zur Schule und mussten dort in der vierten Stunde sogar noch eine Klassenarbeit schreiben. Erst in der letzten Schulstunde bestätigten die Lehrer, dass es sich um einen Toten handelte, den die Kinder gesehen haben. Psychologische Hilfe oder Unterstützung gab es jedoch nicht.

Aus allen Wolken fiel daher auch Pia Maries Mutter Sabrina, als ihre Tochter nach Hause kam: „Sie war kreidebleich, ihr war schlecht und sie hatte einen Brief der Schule dabei.“ In diesem stand das gleiche, wie in einer Mail, welche am frühen Nachmittag verschickt wurde. „Die habe ich zwar bekommen, aber war auf der Arbeit. Da schaut man ja auch nicht gleich auf das Handy.“ Über das schlechte Krisenmanagement und die mangelnde Transparenz kann auch Ralf Reger, Vater von Pias Klassenkameraden Max, nur den Kopf schütteln: „Sie hätten die Eltern zumindest telefonisch informieren sollen. Damit die entscheiden können, wie sie reagieren sollen.“ Doch nichts dergleichen sei geschehen. Auch er bestätigt, dass keinerlei psychologische Unterstützung weder am Tag, noch bis heute erfolgt sei. Medienberichte in der Lokalpresse, wo die Schulleitung dies behauptet, kann er nicht nachvollziehen.

Sabrina Metzig hat ihre Tochter vorerst aus dem Schulbetrieb genommen. Auf eine versprochene Rückmeldung der Schulleitung wartet sie bis heute. „Sie hat sehr schlecht geschlafen, hatte Albträume und Schweißausbrüche“, beschreibt sie den Gesundheitszustand des Mädchens und auch Max leider noch unter den Eindrücken – auch wenn er es nicht offen zugeben will, wie sein Vater glaubt. Beide Kinder können die Leiche und dessen Gesicht detailliert beschreiben, während die Schule davon spricht, dass die Schüler sie nur von hinten gesehen haben. „Manche haben die Leiche ja sogar angefasst. Wo waren da die Lehrer in dem Moment?“, fragt nicht nur Reger.

Insgesamt vier Kinder seien am Montag nicht zur Schule erschienen. Einzelne Eltern haben auf eigene Faust nun Psychologen und Therapeuten bemüht, welche die Kinder behandeln. Wie lange es dauert, bis diese das Erlebte verarbeitet haben, ist derzeit noch unklar.

 

Gerne hätten auch wir mit der Schulleitung beziehungsweise dem zuständigen Schulamt über den Vorfall und seine Folgen gesprochen. Doch eine schriftliche Interviewanfrage blieb bis Dienstagabend gänzlich unbeantwortet.

 

UPDATE: 03.04.19 / 11.30 Uhr: Die Landesschulbehörde hat nun wie folgt geantwortet: 

 

Die Schule hat nach dem Vorfall sofort und besonnen reagiert und umgehend die Niedersächsische Landesschulbehörde und die Polizei informiert. Der zuständige schulfachliche Dezernent und 3 Schulpsychologen sind sofort in die Schule gefahren, um die Lehrkräfte zu unterstützen und das Erlebte mit den Kindern aufzuarbeiten. Die betroffenen Kinder (zwei 3. Klassen) haben zudem einen Brief für ihre Eltern mitbekommen. Für den Fall, dass Eltern auch am Wochenende Unterstützung benötigen, war in dem Brief die Handynummer des Schulleiters angegeben. Dieser hatte jederzeit die Möglichkeit, bei Bedarf die Schulpsychologie und/oder den schulfachlichen Dezernenten zu kontaktieren. Dieses Angebot ist am Wochenende aber nicht genutzt worden.

 
Auch jetzt können sich Schulleitung, Lehrkräfte und Eltern jederzeit an die Schulpsychologie wenden, der schulfachliche Dezernent steht in sehr engem Kontakt zur Schule.
 
Auch die Eltern der Kinder aus den anderen Klassen sind mit einer E-Mail informiert worden.
 
 
 
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir uns zum Schutz der Betroffenen (v.a. der Schülerinnen und Schüler) nicht in einem TV-Interview dazu äußern. Es ist wichtig, dass sie möglichst schnell wieder (Text fehlt, Anm. der Red.)
 
 
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Bianca Schöneich
______________
Pressesprecherin
Niedersächsische Landesschulbehörde
Pressestelle

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