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brandenburg
Mittwoch, 04. April 2018
A10 und A2 im Bereich Dreieck Werder, Brandenburg
News-Nr.: 27342

Rettungsgassen-Verweigerer zur Kasse bitte!
Brandenburger Autobahnpolizei geht mit Großeinsatz gegen Rettungsgassen-Blockierer vor – 8000 Euro Strafen in nur drei Stunden verhängt

Ausführliche Begleitreportage auf der A10 und der A2 im Bereich Dreieck Werder – LKW-Fahrer blockierten äußerste Überholspur und wurden von Zivilstreife gestoppt – „Es kam ja noch kein Blaulicht“ - Autofahrer müssen immer wieder belehrt werden, dass Rettungsgasse schon bei Staubildung gebildet werden muss

Bildergalerie vorhanden

Datum: Mittwoch, 04. April 2018

Ort: A10 und A2 im Bereich Dreieck Werder, Brandenburg

 

(gs) Polizeihauptmeister Jörg Gläser ist seit 29 Jahren bei der Polizei – doch die Ignoranz und der Egoismus in Sachen Rettungsgasse löst selbst bei erfahrensten Beamten wie ihm reines Kopfschütteln aus. Zusammen mit seiner 54-jährigen Kollegin Ines Großhans ist der 58-jährige im Zivilwagen auf den Autobahnen rund um das Dreieck Werder unterwegs. Nach viel Chaos bei Unfallsituationen auf den Autobahnen hat die örtliche Autobahnpolizei Rettungsgassen-Verweigerern nun den Kampf angesagt. Mehrere Polizeiwagen schwärmen aus, um gezielt das Verhalren der Verkehrsteilnehmer im Stau zu beobachten und erstmals auch aktiv zu ahnden.

Das Ergebnis nach nur drei Stunden Kontrollzeit: Über 40 Verstöße, die eine Blockierung der Rettungsgasse zur Folge hatten und Einnahmen von über 8000 Euro Strafen. Doch den Beamten geht es weniger um das Geld, als um die Aufklärung und Mahnung.

Unterwegs im silbernen zivilen Passat der Autobahnpolizei Michendorf: Gleich beim Heranfahren an das erste Stauende wird klar, wo das Problem liegt: „Es wird von Beginn an schon kein Platz geschaffen“. Später ist dann kein Platz zu rangieren, erklärt Polizeihauptmeister Gläser, während er noch ohne Blaulicht das Geschehen von hinten beobachtet. Die Kollegin auf dem Beifahrersitz dokumentiert die Verstöße derweil mit dem Fotoapparat. Während ein Teil der Autofahrer auf der äußerst linken Spur zumindest andeutungsweise weiter links fahren, schert plötzlich ein LKW nach dem anderen aus, um trotz Verbot auf der äußerst linken Spur weiter nach vorne zu kommen. „Jetzt wäre alles dicht“, so Gläser – und er macht den Real-Test: Blaulicht aufs Dach, Martinshorn an. Hilfslos versuchen Autofahrer und besonders LKW-Fahrer nun Platz zu schaffen – hoffnungslos. Gläser und siner Kollegin Großhans wird es zu bunt – ein erster LKW wird mit der Stop-Kelle herausgewunken und zu einem Parkplatz gelotst. Der Fahrer ist wie soviele an diesem Tag der deutschen Sprache nicht mächtig, die Beamten haben extra mehrsprachige und bebilderte Unterlagen vorbereitet. Insbesondere die LKW-Fahrer zeigen schnelle Einsicht – und zahlen. 200 Euro sind fällig bei Nicht-Einhaltung der Rettungsgasse, 280 Euro sogar, wenn Einsatzkräfte behindert werden. Zwei Punkte gibt es zusätzlich.

Die Fahrt im Zivilwagen geht weiter, immer wieder winken Gläser und Großhans LKW-Fahrer und auch Autofahrer heraus, die besonders auffällig die Rettungsgassen-Pflicht ignoriert haben. „Aber es kam doch noch gar kein Blaulicht“, versucht eine Autofahrerin sich zu erklären, die gerade mit ihrer kleinen Tochter auf dem Weg in den Urlaub ist. Gläser erläutert ihr die Pflicht, die Gasse schon bei Staubildung einzurichten – für viele eine immer noch neue Erkenntnis.

 


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