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Donnerstag, 28. Dezember / Donnerstag, 20. Dezember 2017, Brandereignis 1. Dezember 2017
Delmenhorst, Niedersachsen
News-Nr.: 26606

Hilfsaktion nach Feuerdrama läuft an:
Nach verheerendem Feuer in Einfamilienhaus wird siebenköpfige Familie Reinhardt von weiteren Schicksalsschlägen heimgesucht: Einbrecher klauen Laptops mit Familienbildern aus Brandhaus – Versicherungsschutz stellt sich als unwirksam heraus - Hilfsaktion kommt ins Rollen

Gebäudeversicherung war nach Kauf vor drei Jahren nicht wie geplant auf Neubesitzer übertragen und vor kurzem storniert worden – Familie steht vor völlig zerstörtem Haus ohne Versicherung – Hilfsaktion angelaufen – Versicherungsexperte rät zu dringender Prüfung eigener Unterlagen - Über Facebook organisierte Hilfsaktion rührt Familie und bringt neue Hoffnung

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Datum: Donnerstag, 28. Dezember / Donnerstag, 20. Dezember 2017, Brandereignis 1. Dezember 2017

Ort: Delmenhorst, Niedersachsen

 

(gs) Es war eine Alltagssituation bei Familie Reinhardt, doch diese Augenblicke und deren gravierenden Folgen werden wohl ewig in Erinnerung bleiben: Am späten Nachmittag des 1. Dezembers wollen sie die Einkäufe in der Küche verstauen, die Eierpackung fällt zu Boden, eines ihrer Kinder will immer wieder durch die Eier laufen und wird schließlich in sein Zimmer nach oben geschickt, um in Ruhe putzen zu können – dann die Katastrophe: Der Kleine kommt Augenblicke später wieder nach unten gelaufen, hinter ihm nur dicker Rauch. Von oben hören die Reinhardts noch ihre eigene siebenjährige Tochter um Hilfe rufen, Vater Michael rennt nach oben durch den Rauch und holt sie nach unten ins Freie, oben lodern bereits die Flammen, Scheiben zerbersten. „Es ging alles so schnell“. Wie die Polizei später feststellt, muss der Dreijährige im Zimmer mit einem Feuerzeug gespielt und das Feuer ausgelöst haben. Ein Feuer mit weitreichenden Folgen: Als Vater und Tochter am Tag darauf aus dem Krankenhaus kommen und die Familie wieder zusammenfindet ist man zuversichtlich, dass nach dem ersten Schrecken alles wieder schnell gut wird. „Immerhin waren wir froh, dass wir alle heile rausgekommen sind“, so Mutter Cindy. Doch als die Polizeiermittler nach dem Wochenende am Montag ihre Arbeit am versiegelten Haus aufnehmen, ein erstes böses Erwachen: Über das Wochenende haben Unbekannte mit einem Stein die Schlafzimmerscheibe des Brandhauses eingeworfen und haben das Haus durchsucht: Zwei Laptops mit den Familienbildern sowie ein Ring sind seitdem weg. „Es ist einfach unbegreiflich“, so die Familie. Doch zu diesem Zeitpunkt ahnen die Reinhardst nicht, dass noch weiteres Unheil droht: Als Vater Michael dann die Gebäudeversicherung kontaktiert, stellt sich heraus, dass nach dem Kauf des Hauses vor drei Jahren offenbar etwas schief gegangen ist: Die an des Haus gebundene Feuerversicherung war nicht wie geplant vom alten Besitzer abgemeldet und auf den neuen Besitzer übertragen worden. Davon ging Michael Reinhardt zunächst aus, die Unterlagen dazu hatte er ungeprüft seinem Steuerberater eingereicht. Fest steht: Die Gebäudeversicherung war von Seiten der Versicherung nach Ausbleiben der bisherigen Zahlungen des Vorbesitzers storniert worden, eine Information über den Verkauf war dort nie eingegangen. Auch eine Hausratversicherung, die zumindest den Inventarschaden tragen würde, war nach dem Umzug nicht umgemeldet, sondern ab- und nicht neugemeldet worden. Die Familie steht also nun vor einer schier unlösbaren Aufgabe: Sie müssen das gerade sanierte Haus weiter abzahlen, können aber in der Brandruine bis auf unbestimmte Zeit nicht wohnen. Die Familie ist derzeit mit den zwei dreijährigen Kindern und der siebenjährigen Tochter bei der bereits ausgezogenen 22-jährigen Tochter in einer Zwei-Zimmer-Wohnung untergekommen. Der 18-jhährige Sohn wohnt separat. „Man steht sich da einfach auf den Füßen“. Zumindest zu Weihnachten versucht die Familie etwas Normalität zu bekommen. Die Schwester von Cindy hat alle eingeladen. „Dort haben die Kinder einen Weihnachtsbaum und wir kommen etwas zur Ruhe.“, so Cindy Reinhardt. Doch noch ist völlig unklar, wie es weitergeht. In Eigenleistung hat die Familie zunächst das aufgebrannte Dach mit Folien abgedichtet, um weiteren Schaden durch Regen zu verhindern. Alleine dafür wollte ein Dachdecker 2000 Euro haben. „Mit Versicherungsschutz wären wir nun schon weiter“. Doch wie zunächst ausssah, hätten die Reinhardts sowohl den Wiederaufbau, wie auch ihre eigene Notunterkunft-Situation selber in die Hand nehmen müssen. Doch über soziale Netzwerke, insbesondere die Facebook-Gruppe "Feuerhilfe Delmenhorst" hat es bereits kurz vor Weihnachten erste Hilfsaktionen gegeben. „Eine 20-jährige kommt jeden Tag hierher und hilft uns mit, das Haus auszuräumen“, freut sich Cindy. Aber es ist ein Tropfen auf den heißen Stein: Der Dachstuhl muss abgetragen und neu aufgebaut werden, auch der Keller ist durch ein sich durch ein Rohr nach unten ausgebreitetes zusätzliches Feuer beschädigt. Über den Verein "Stars for Kids" wurde inzwischen ein Spendenkonto eingerichtet, online wird die Hilfe koordiniert, die ber Weihnachten unfassbare Ausmaße angenommen hat: Die Familie ist ab Anfang Januar kostenlos in einem Hotel untergebracht, ein Bauleiter ist gefundem, der die Familie berät, viele Helfer haben ihr Arbeit angeboten, Bauleistungen kostenlos bereitgestellt. Nun erste Schritte, die die Reinhardts fast sprachlos vor Hoffnung lassen:  Da der gesamte Dachstuhl samt Zwischendecke abgetragen werden muss, wurde nun der wenige verbliebene und unbeschädigte Hausrat von freiwilligen Kräften von DRK und Johannitern abtransportiert, gereinigt und eingelagert. Michael Reinhardt ist fassungslos, welche Hilfe ihnen entgegenschlägt. Die Familie schöpft inzwischen Hoffnung, dass gemeinsam ein Wiederaufbau ermöglicht wird. 

 

 


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