mecklenburg_vorpommern
Montag, 29. Oktober 2012
Rostock, Mecklenburg-Vorpommern
News-Nr.: 15990

Schwere Alkohol-Vorwürfe gegen Rostocker Verkehrsbetriebe:
Busfahrer musste mit 2,3 Promille vom Fahrersitz geholt werden – Fahrgäste zeigen sich besorgt

RSAG bestätigt fristlose Kündigung nach entsprechendem Alkoholvorfall – Weitere Vorfälle mit Restalkohol-Problemen bekannt – Ausführliche Story

Bildergalerie vorhanden

Datum: Montag, 29. Oktober 2012

Ort: Rostock, Mecklenburg-Vorpommern

 

(gs) Die Vorwürfe sind kaum zu glauben: Busfahrer der Rostocker Verkehrbetriebe (RSAG) sollen im alkoholisierten Zustand ihren Dienst angetreten haben. Ein Busfahrer soll sogar mit 2,3 Promille vom Fahrersitz gezogen worden sein, so ein Bericht der Ostsee-Zeitung. Monika Falk, die Personalchefin der RSAG bestätigt den Vorfall gegenüber der Zeitung: „Wir haben diesem Mitarbeiter fristlos gekündigt, er wurde das zweite Mal rückfällig“. Offenbar aber kein Einzelfall: Betriebsratschef Dietmar Passow räumte ein, dass man manchmal Fahrer am Morgen mit Restalkohol antreffen würde.

Nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe durch den Zeitungsartikel, wächst die Sorge in der Bevölkerung – aber offenbar auch die Angst um den guten Ruf im Hause der RSAG. Deren Sprecherin Beate Langner verweigerte ein Interview zur Sache mit der Angabe, die Berichterstattung dazu sei „unterste Schublade“. Der Sprecher der Stadt Rostock Ulrich Kunze stellt sich demonstrativ hinter seine Verkehrsbetriebe, erklärt aber zeitgleich auch, dass die Situation nun innerhalb der RSAG geklärt werden muss. Für die Stadtverwaltung gäbe es keinerlei Zweifel daran, dass die Verkehrsangebote der RSAG sicher sind und dass die Rostocker Straßenbahn AG auch alles tut, dass das so bleibt. „Eine Suchtproblematik haben wir überall im Leben“, so Kunze weiter.

Doch so einfach beruhigen lassen sich die Rostocker Fahrgäste der RSAG offenbar nicht, viele zeigen sich bestürzt. So auch Gisela Werner: „Das ist ganz schrecklich, ich hatte immer Vertrauen, hab mich immer sicher gefühlt.“ Die RSAG-Kundin hoffe, dass nun die Kontrollen verschärft werden. Andere fordern gleich drastischere Maßnahmen, so wie Konstanze Loock: „Es sind schon Kinder von Busfahrern tot gefahren worden, die müssten morgens alle pusten, ich habe jetzt Angst, Bus zu fahren“.

Die Polizei im Übrigen sieht in der Angelegenheit keinen Handlungsbedarf. Es wird also keine Alkoholkontrollen von Linienbussen geben. So bleibt zu hoffen, dass die eigenen Kontrollen der RSAG die Problematik in den Griff bekommen.

 

Wir haben die Story ausführlich und mit diversen O-Tönen gedreht!

 

Ergänzung, 2. November 2012, 15.30 Uhr:

 

(mwü) Wie bereits angekündigt, haben wir ab sofort aktuelle Bilder der Pressekonferenz der Rostocker Straßenbahn AG abrufbar. O-Töne, im Material von links: Dietmar Passow (Betriebsrat RSAG), Beate Langner (Pressesprecherin RSAG), Michael Schröder (technischer Vorstand RSAG), Jochen Bruhn (kaufmännischer Vorstand RSAG): "Es gibt kein Alkoholproblem bei der RSAG, wir bestätigen den Vorfall aber, Mitarbeiter haben enormen Leistungsdruck ... es gibt Drogen- und Alkoholschulungen und Arbeitsgemeinschaften zur Prävention ... die Fahrgäste können sich sicher fühlen ... viele Busfahrer werden jetzt angegriffen ... der Fall hat erhebliche Auswirkungen ... man kann sagen, das Unternehmen ist beschädigt."

 

 

Die NonstopNews-Bilder und O-Töne:

 

- Zeitungsartikel abgefilmt, diverse Szenen
- abfahrende Busse und Straßenbahnen, Haltestellenschild nah
- zerbrochene Bierflasche auf Boden
- div. Einstellungen von fahrenden Bahnen und Bussen
- ein- und aussteigende Fahrgäste an Haltestellen
- Busbetriebshof,  dunkle Wolken
- div. Einstellungen Hauptsitz RSAG
- Fahne RSAG nah, Schärfenverlagerung Bierflasche auf RSAG-Logo
- Beschwerdebrief auf Monitor abgefilmt
- Simulierte Schlangenlinienfahrt zur Haltestelle
- O-Ton Ralf Schulz, Taxifahrer: "... heute das erste Mal gelesen, bei betrunkenen Busfahrern gibt es kein Wenn und Aber, Alkohol und Bus fahren passt nicht, solche Leute gehören in Behandlung, die müssen zur Rechenschaft gezogen werden, gefährden alle"  
- O-Ton Gisela Werner, Fahrgast: "... ganz schrecklich, hatte immer Vertrauen, hab mich immer sicher gefühlt, hoffe, dass Kontrollen verschärft werden, wir Autofahrer dürfen das ja auch nicht, schon gar nicht bei Verkehrsbetrieben"
- O-Ton Konstanze Loock, Fahrgast: "... große Schweinerei, schon oft Kinder von Busfahrern tot gefahren, grundsätzlich verboten, müssen morgens pusten, habe jetzt Angst Bus zu fahren“
- O-Ton Katja Steffens, Fahrgast: "... dafür habe ich kein Verständnis, gerade wenn Unfälle passieren, eine Angst ist jetzt mit dabei, man weiß nicht ob Busfahrer getrunken hat, nicht akzeptabel“
- O-Ton Josefine Weiß, Fahrgast: "... unverantwortlich, auch den Gästen gegenüber, wüsste nicht wie ich eingreifen sollte, muss überprüft werden"
- O-Ton Brigitte Schröder, Fahrgast: "... Schweinerei, der müsste gleich weg, jetzt habe ich Angst, wenn ich so etwas höre"
- O-Ton Helga Lange, Fahrgast: "... was soll man dazu sagen, große Angst, wir sind auf Bus angewiesen, solche Probleme gibt es immer wieder, fahre fast täglich mit Bus, der Busfahrer eben fuhr auch ruckig, will nicht hoffen, dass er was intus hatte"
- O-Ton Björn Mischke, Fahrgast: "... würde nicht mit dem Busfahrer mitfahren, alle Fahrgäste sind gefährdet, Angst jetzt, der ganze Verkehr durch einen betrunkenen Fahrer gefährdet"
O-Ton Ulrich Kunze, Sprecher Hansestadt Rostock: "Für die Stadtverwaltung gibt es keinerlei Zweifel daran, dass die Verkehrsangebote der RSAG sicher sind und dass die Rostocker Straßenbahn AG auch alles tut, dass das so bleibt. Diese Frage muss innerhalb der RSAG geklärt werden, Suchtproblematik haben wir überall im Leben."

  • Antextbilder mit Ulrich Kunze

 

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