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Sie lernen es einfach nicht:
Feuerwehr bleibt auf Anfahrt zu brennendem Auto auf Autobahn stecken - Durchsagen und Durchlaufen, um beim Rangieren zu helfen, bringen nichts - Einsatzleiter bricht Anfahrt nach über 40 Minuten entnervt ab - Autofahrer stellen eigentlich schon gebildete Gasse wieder zu - Passanten zeigen im Gespräch mit gestrandeten Feuerwehrleuten Verständnis, wissen aber nicht, woran es liegt

Erste Einsatzfahrzeuge kommen mit nur großer Mühe durch - Onboard-Video der Feuerwehr zeigt, wie Einsatzfahrzeug für 500 Meter fast 9 Minuten braucht - "Das Verständnis war eigentlich vorhanden, nur die Rettungsgasse irgendwie nicht." - Ausführlicher Nachdreh mit betroffener Feuerwehr

Bildergalerie vorhanden

Datum: Dienstag, 13. Februar 2018

Ort: A10 beim Autobahnkreuz Potsdam, Landkreis Potsdam-Mittelmark, Brandenburg

 

(ch) Wenn der Melder geht und die Feuerwehr auf die Autobahn gerufen wird, dann ahnen die Einsatzkräfte schon: „Das kann Nerven kosten!“ Denn obwohl die Rettungsgasse längst Pflicht ist und bereits zu Beginn eines Staus gebildet werden muss, werden Helfer in der ganzen Republik regelmäßig eines Besseren belehrt. Erst vor zwei Wochen mussten Notfallsanitäter auf der A10 ihren Rettungswagen verlassen, um sich ihren Weg freizubrüllen (siehe NewsNr.: 26891). Doch was Feuerwehrleute ironischerweise auf der gleichen Autobahn jetzt erlebten, lässt sich kaum in Worte fassen.

Kurz hinter dem Autobahnkreuz Potsdam hatte ein Auto Feuer gefangen. Zwei Ortswehren waren alarmiert worden, um den Brand zu löschen. Und obwohl von weitem bereits die Rauchsäule und der Feuerschein zu erkennen waren, befanden sich viele Verkehrsteilnehmer im dahinterliegenden Stau im Reich der Träume. Minutenlang quälten sich die Einsatzkräfte durch die Rettungsgasse, mussten immer wieder aussteigen, um Autofahrer zum Rangieren zu bewegen, damit es überhaupt ein Vorankommen gibt. Alleine für die letzten 500 Meter brauchen die ersten Helfer rund neun Minuten. Fassungslos halten sie ihre Anfahrt mit einer Handykamera fest.

Doch während vorne die Löschmaßnahmen endlich beginnen können, geschieht weiter hinten das Unfassbare. Obwohl sie den Brand sahen und wussten, dass die Feuerwehr anrückt, fuhren Autofahrer die mühsam gebildete Rettungsgasse wieder zu. Busse und Lastwagen standen auf allen Spuren verteilt. Mit Blaulicht und Martinshorn versuchten Ortsführer Felix Wilksch und seine Kameraden im verhältnismäßigen kleinen Einsatzwagen sich einen Weg zu suchen. Doch dieser war im dreispurigen Baustellenbereich schlicht versperrt. „Es hat bis zum gewissen Zeitpunkt auch funktioniert, bis wir aussteigen mussten, um an den Fahrzeugen an die Scheiben zu klopfen, um den Leuten zu sagen, dass sie nachregulieren müssen.“ Um nicht noch mehr Chaos zu verbreiten, schalteten sie irgendwann das Martinshorn aus und versuchten Auto für Auto via Außenlautsprecher zu dirigieren. Seitenspiegel wurden eingeklappt und im Schneckentempo ging es weiter, während hinter dem Einsatzleitwagen bereits erst das erst Tanklöschfahrzeug mit dringend benötigtem Wasser in der Rettungsgasse im Stau stand. Doch irgendwann ging es weder vor, noch zurück. Nach 40 Minuten folgte dann der schier unglaubliche Funkspruch des Einheitsführers: Abbruch!

Die Kameraden kapitulierten vor der nicht gebildeten Gasse. Nicht auszudenken, was passiert wäre, hätten sich statt eines brennenden Autos zu einem verunfallten Wagen mit eingeklemmten Schwerverletzten gemusst. Auch für die gestandenen Feuerwehrleute ein Novum. Umso erstaunter waren sie, als sie – als Staugeplagte – mit den Passanten ins Gespräch kamen, die ihnen den Weg versperrten. „Das Verständnis war eigentlich vorhanden, aber die Rettungsgasse irgendwie nicht. Es konnte sich keiner erklären, weil alle waren der Meinung, dass die Gasse sich gehört.“ Es bleibt also ein Rätsel, warum sie dennoch nach wie vor nicht in den Köpfen der Menschen angekommen ist – und es bleibt ebenso zu hoffen, dass niemals ein Menschenleben in Gefahr ist und die Feuerwehr im Stau vollends stecken bleibt.


Videobericht zur MeldungVideobericht zur Meldung:

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