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Todesraser vor Gericht - Chef des Unfallopfers äußert sich kritisch zum Urteil
2 Jahre auf Bewährung für den Raser vom Magna Park: 28-Jähriger schoss im Juni mit über 130 km/h über Bundesstraße und rammte einbiegenden Audi - 54-Jährige war sofort tot - nach dem Prozess äußert sich der Chef der Getöteten im ausführlichen Interview zu dem schrecklichen Unfall und zu dem seiner Meinung nach viel zu milden Urteil

Fahrerin hatte keinerlei Überlebenschance - Tempo 70 war erlaubt, Todesfahrer war nach Aussage des Gutachters mindestens doppelt so schnell unterwegs - ausführliches Interview mit dem Tankstellenbesitzer an der Unfallstelle und Chef des Opfers sowie umfangreiches Archivmaterial vom Unfall plus Prozess-Bilder

Bildergalerie vorhanden

Datum: Mittwoch, 31. Januar 2018, 9:00 Uhr

Ort: Werder (Havel), Lkr. Potsdam-Mittelmark, Brandenburg

 

(ch/sg) Es ist nun bereits über ein halbes Jahr her – doch auf das „Warum“ haben die Angehörigen immer noch keine Antwort gefunden. Mike Wagner, Chef und guter Bekannter der getöteten 54-jährigen steht fassungslos an der Unallstelle. Ein Holzkreuz und frische Blumen erinnern noch heute daran, was sich hier in der Nacht zum 10. Juni 2017 für ein Drama abspielte.

Nach der Spätschicht wollte die Tankstellenangestellte das Tankstellengelände am Magna Park bei Werder verlassen (siehe NewsNr.: 25389). Sie rollte mit ihrem Audi an die gut einsehbare B1 und fuhr schließlich auf die Bundesstraße. Wie aus dem Nichts schoss damals ein Opel über die Bergkuppe, krachte in die Fahrerseite des Audis und katapultierte diesen in der Böschung. Die angeschnallte 54-Jährige wurde trotz Sicherheitsgut aus dem Wrack herausgeschleudert und war sofort tot. Angehörige und auch ihr Chef eilten damals sofort an den Unfallort und wurden mit den schaurigen Bildern konfrontiert. Jetzt sehen sie erstmals den Mann, der für den Tod der 54-Jährigen verantwortlich ist.

Auch der damals 27-jährige Fahrer und sein 36 Jahre alter Begleiter wurden schwerst verletzt, überlebten aber. Wie fahrlässig der junge Mann unterwegs war, war am Unfallort sofort ersichtlich. Es war Alkohol im Spiel und ein beauftragter Gutachter ist sich sicher, dass der Raser mit mindestens 133 km/h unterwegs gewesen sein muss – und das bei erlaubten 70 Stundenkilometern.

Die getötete Frau hatte vermutlich keine Chance mehr zu reagieren, so schnell war der Wagen aus der Dunkelheit herangerast.

Vor dem Amtsgericht Potsdam muss sich der Bauhelfer nun für seine Tat verantworten. Im Prozess entschuldigte er sich vor dem Landgericht Potsdam für seine Todesfahrt. Es tue ihm sehr leid. Er wisse, dass er eine große Lücke in das Leben der Hinterbliebenen hinterlassen habe.

Das Urteil fiel anschließend recht milde aus: Der Raser wurde zu zwei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt - ausgesetzt auf drei Jahre Bewährung. Zwei Jahre lang darf er nun kein Auto fahren und muss zudem 5.000 Euro an die Björn Schulz Stiftung überweisen.

Für Mike Wagner ein viel zu mildes Urteil, angesichts dessen, dass die sinnlose Raserei des Mannes ein Menschenleben gekostet hat. 

 


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