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Drei Schicksalsschläge nach Orkan „Xavier“:
Sturm hat mehrere Menschenleben gefordert, hätte aber noch wesentlich schlimmer ausgehen können – Rettungsassistent schmeißt sich auf Beifahrersitz, ehe Baum auf Einsatzfahrzeug kracht – Autofahrerin steht im Stau, als Baum auf ihrer Motorhaube einschlägt – Familienvater lebt seit wenigen Wochen in Neubau, als massiver Baum auf Hausdach kracht – Wir haben die drei Betroffenen begleitet und von ihren Erlebnissen erzählen lassen

Aufräumarbeiten mit auf Haus liegendem Baum begleitet – Akuteinsatzbilder von Baum auf Notarzteinsatzfahrzeug verfügbar – Autofahrerin steht noch heute unter Schock - Alle drei erzählen eindringlich von ihren Erlebnissen aus dem Sturmtag

Bildergalerie vorhanden

Datum: Montag, 9. Oktober 2017

Ort: Nauen und Brieselang, Landkreis Havelland sowie Bollmannsruh, Landkreis Potsdam-Mittelmark, Brandenburg

 

(ch) Der Spuk dauerte nur wenige Stunden, doch die Schäden sind immens. Orkantief „Xavier“ hat eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Mit bis zu 136 Stundenkilometern raste der Sturm vor allem über den Nordosten Deutschlands hinweg. Die Bahn musste ihren Betrieb einstellen, sieben Menschen verloren ihr Leben und noch heute sind die Helfer mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. Und doch zeigen die Schicksale von Dorian Tübel, Sabine Engel und Ralf Becker, dass viele Menschen großes Glück an diesem Oktobertag hatten.

Der 28-jährige Rettungsassistent Dorian Tübel war in Nauen gemeinsam mit seinem Notarzt im Einsatz. Ein Patient brauchte die Hilfe des Doktors, weswegen beide mit ihrem Notarzteinsatzfahrzeug zu einem Vereinsheim am Ortsrand ausrückten. Aufgrund der Sturmlage war das Funknetz des Rettungsdienstes jedoch größtenteils zusammengebrochen. Als Tübel keinen Funkspruch aus dem Gebäudeinneren absetzen konnte, ging er raus zu seinem Mercedes Vito, um über das leistungsstärkere Bordfunkgerät sich zu melden. In dem Moment hörte ein lautes Knacken und einen Schatten im Augenwinkel. Geistesgegenwärtig warf er sich zur Seite auf den Beifahrersitz, als ein schwerer Baum auf dem Einsatzwagen einschlug und die Fahrerseite zerdrückte. Tübel übersteht das Unglück ohne einen Kratzer, ist sich aber sicher, dass er von einem sehr aktiven Schutzengel begleitet wird.

Diesen hatte auch Sabine Engel auf dem Beifahrersitz sitzen. Mit ihrem Renault war sie auf dem Weg nach Hause durch den Sturm. Drei Baumsperren war sie bereits ausgewichen, als sie bei Bollmansruh in den nächsten Stau geriet. Auch hier war die Feuerwehr damit beschäftigt, einen umgekippten Baum von der Straße zu räumen. Während sie ihrer Familie schrieb, bemerkte auch sie eine ungewöhnliche Bewegung am Seitenrand. Im nächsten Moment donnerte es und eine schwere Eiche landete auf der Motorhaube des Kombis. Nur 20 Zentimeter höher hätte sie die Frau getroffen. So konnte Engel mit einem tiefsitzenden Schock, der noch heute angesichts der Bilder anhält, aussteigen. Ein Feuerwehrmann nahm sie direkt darauf in den Arm und blieb bei bis ihr Ehemann eintraf.

Ralf Becker war bei dem Orkan im eigentlich sicheren Haus. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin und den Kindern hatte er das Einfamilienhaus in Brieselang erst vor wenigen Wochen bezogen. Während draußen der Wind pfiff, saßen sie im Inneren, bis sie es krachen hörten. Bei einem Blick nach draußen musste die Familie feststellen, dass ein massiver Straßenbaum umgeweht und auf dem Haus gelandet war. Es dauerte drei Tage, ehe eine Fachfirma anrücken und den Stamm beseitigen konnte. Schnell hatte sich das spektakuläre Bild rumgesprochen, sodass über das Wochenende das Wohnhaus zum Besuchermagneten mutiert – sehr zum Unwollen der Besitzer. Immerhin konnte Baumbeseitiger Sebastian Henke Entwarnung geben. Nachdem er und seine Kollegen den Baum weggesägt hatten, wurden die Schäden erst ersichtlich, die bis auf einige kaputte Ziegeln überschaubar blieben.

Es sind nur drei Schicksale, welche der Sturm zurückließ und der für sie ein mehr als einschneidendes Erlebnis darstellte. Zwei von ihnen dürfen nun einen zweiten Geburtstag feiern – doch sie alle, wie viele andere Menschen auch, werden diesen Donnerstag, den 6. Oktober, so schnell nicht vergessen.


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