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Saumäßige Stimmung auf Usedom:
An polnischer Grenze gefütterte Wildschweine verlieren natürliche Scheu vor Menschen und verwüsten Urlaubsbäder auf der Insel

Aufwändige Reportage mit sehr spektakulärem Nahkontakt mit Wildschweinen im städtischen Bereich – Keiler beißt sogar in Kamera – Revierförster appellieren an Menschen, Tiere nicht zu füttern – Bürgermeister zeigt Schäden an Seebad-Promenade im bisher fünfstelligen Bereich - Polnische Wildschweine könnten afrikanische Schweinepest ins Land bringen

Bildergalerie vorhanden

Datum: Donnerstag, 04. Februar 2016

Ort: Insel Usedom, Seebäder Ahlbeck und Heringsdorf, sowie polnische Grenze, Mecklenburg-Vorpommern

 

(gs) Auf der sonst beschaulichen Insel Usedom ist die Sau los – besser gesagt die Wildsau: Seitdem die Wildschweine insbesondere im Bereich der deutsch-polnischen Grenze und dem dortigen Fährhafen in Swinoujscie – bei uns bekannt als Swinemünde – von Passanten und wartenden Autofahrer gezielt gefüttert werden, haben diese sämtliche natürliche Scheu vor dem Menschen verloren. Rottenweise belagern Wildschweine den dortigen Fährhafen, ziehen völlig angstfrei an den wartenden Autos vorbei und gehen auf Personen zu – ungewöhnlicher Nahkontakt auch mit unserem Kamerateam in Streichel- aber auch Beißnähe.

Diese Fütterung und verlorene Angst der Schweine bleibt nicht ohne Folgen, denn auf der Suche nach weiterem einfach zu bekommendem Futter fallen ganze Wildschweinrotten immer häufiger auch in deutsche Ortschaften und auch die feinen Seebäder an der Ostsee ein. In Ahlbeck und Heringsdorf waren vor wenigen Wochen gleich drei Rotten mit unzähligen Tieren über die schicke Promenade hergefallen und hatten tagelang unzählige Grünanlagen wortwörtlich auf links gedreht. Bürgermeister Lars Petersen, selber großer Tierfreund, musste abwägen: „Es gibt inzwischen fünfstelligen Schaden, da müssen wir handeln“. Doch bevor die erforderliche Abschussgenehmigung erfolgte, waren die Rotten weitergezogen. „Man hat es denen wohl kurz zuvor gesteckt“, so Petersen schmunzelnd.

Felix Adolphi, Leiter des Forstamtes in Neu Pudalga, ist das Wildschwein-Problem mehr als bekannt. Die Flurschäden an Wiesen und Feldern sind übersehbar. „Wildschweine sind sehr anpassungsfähig, gerade wenn sie von Menschen gefüttert werden“, so der Förster, „sie verlieren die Scheu am Menschen, werden tagaktiv und kommen immer mehr in städtische Gebiete“. Adolphi warnt davor sich den Tieren zu nähern: „Uns ist wichtig, dass die Leute nicht anfangen, die Tiere zu zähmen und diese weiter füttern“, erklärt Adolphi, „das wird zu Konflikten führen, die Tiere sind nicht an Menschen zu gewöhnen.“ Wenn es erstmal sind, wird es schwer, es dann wieder unter Kontrolle zu bekommen.

Bei einem ähnlichen Wildschweinproblem vor einigen Jahren war seinerzeit das Jagdverbot aufgehoben worden, um auch im städtischen Bereich jagen zu können. „Aber das hat nicht tiefgreifend gewirkt, da die Schweine wiederkommen, um in der Stadt zu essen“, weiß Forstamtsleiter Adolphi zu berichten. Bürgermeister Lars Petersen hofft auf das Umdenken in der Bevölkerung: „Hoffentlich werden Leute mit weggeworfenem Essen klüger“.

Ein weiteres Problem beschäftigt indes die Mitarbeiter des Landesforst: In Polen grassiert die afrikanische Schweinepest unter dem Scharzwild. „Wir sind in Halb-Acht-Stellung deswegen und haben bereits Notfallpläne“, so Forstamtsleiter Felix Adolphi abschließend.

Ungehindert der Problematik und Gefahr werden die Wildschwein-Rotten im Grenzbereich weiter massiv gefüttert und dienen mehr als spektakuläres Fotomotiv, anstelle sich im natürlichen Lebensraum zu verstecken.

 

Wir haben das Thema aufwändig mit zwei Kameras reportagig begleitet.

 

Die NonstopNews-Bilder und O-Töne (reportagig, situativ, sinngem. u. gekürzt dargestellt):

 

Cam 1 / Teil 1

  • Wildschwein close Up am Wegesrand, mehrere Schweine direkt an und auf Straße

  • Rotte völlig ohne Angst auf Straße und an Waldrand

  • Wildschweine direkt an wartenden Autos vom Fährhafen

  • Rotte läuft angstfrei über Fährplatz

 

Cam 1 / Teil 2

  • O-Ton Felix Adolphi, Leiter Forstamt Neu Pudagla: (auf Wiese) \"...hier kann man sehen, wie es aussieht, wenn Schweine nachts auf Futtersuche waren... sie graben Wiese um, auf Suche nach Futter... das stellt für Landwirte ein Problem da... \"

  • O-Ton Ymir Schreiber, Revierleiter Kamminke: \"...Tiere brauchen vermehrt Würmer und Insekten, aufgrund des Eiweißes..\"

  • O-Ton Felix Adolphi, Leiter Forstamt Neu Pudagla: (auf Wiese) \"Im Wald hilft uns ein Wildschwein bei der Verjüngung des Waldes, die ziehen sich normal in den Wald zurück... / der Pächter hat hier ein Nutzungsinteresse, wenn wir die Schweine nicht schießen, kann ein Landwirt Ausfälle geltend machen... er zeigt den Schaden an, dann wird geprüft, ob wir genug geschossen haben, sonst gibt es eine Wildschadensausgleichkasse...\"

  • Jäger / Förster besichtigen Schadensstelle auf Wiese, verschiedene Bilder

  • Fahrbilder mit Förstern im Auto

  • Torfgraben und am Deich, Förster begutachten Deichanlage, Grenzpfahl

  • O-Ton Felix Adolphi, Leiter Forstamt Neu Pudagla: \"Scharzwild müsste schwimmen, aber Graben kann hier durchlaufen werden, da Graben versandet ist\"

  • O-Ton Ymir Schreiber, Revierleiter Kamminke: \"Hier sind eher naturbelassene Sauen, die normal bejagd werden können, das geht hier noch, besser als in Stadt...\"

Cam 1 / Teil 3

  • Förster Schreiber und Adolphi bei reportagiger Spurensuche auf Grenzstreifen, mit weitere reportagigen Tönen

  • O-Ton Felix Adolphi, Leiter Forstamt Neu Pudagla: \"... es ist hier Schwarzwild, also Wildschweine, sehr gut angepasste Lebewesen, Allesfresser, wühlen den Boden um, ist ein Problem für Landnutzer, für Förster ist es OK, da es die Ansaat unterstützt... Schweine sind sehr anpassungsfähig, gerade wenn sie von Menschen gefüttert werden, verlieren diese die Scheu am Menschen, werden tagaktiv und kommen immer mehr in städtische Gebiete... / grundsätzlich können sich die Wildschweine überall bewegen, von der Grenze aber gehen diese nun in Seebäder, suchen auch dort nach Futter... uns ist wichtig, dass die Leute nicht anfangen, die Tiere zu zähmen und diese zu füttern, das wird zu Konflikten führen, die Tiere sind nicht an Mnenschen zu gewöhnen... das wird schwer dann wieder unter Kontrolle zu bekommen...\"

  • weitere Spurensuche im Dreck

  • O-Ton Felix Adolphi, Leiter Forstamt Neu Pudagla: \"...Wildschweine leben normalerweise in Rotten, meistens ist es eine Bache, also ein weibliches Tier, die die Rotte anführt... es gibt aber auch Einzelgänger, meist Keiler... \" / \"...deutschlandweit schießt man 500.000 Schweine in ganz Deutschland... es gibt also eine hohe Population... aber wie groß der Bestand auf der Insel ist, kann man schwer einschätzen...\"

     

Cam 1 / Teil 4

  • Förster Adolphi begutachtet Schäden im Ort Ahlbeck

  • O-Ton Felix Adolphi, Leiter Forstamt Neu Pudagla: \"...hier vor Supermarktparkplatz mitten im Ort, auch hier sind Wildschweine durch, das ist nicht der normale Lebensraum für das Schwarzwild...\", Schnittbilder

  • Wildschwein-Rotte direkt vor der Kanera, frisst und wühlt, ungewöhnlich nah

  • Tiere nur 1 Meter entfernt von Kamera, völlig ungestört

  • Rotte am Straßenrand, trinkt aus Pfütze, stört sich nicht an Autos

  • Passanten fotografieren Rotte auf der Straße, Tiere völlig ungestört

  • Wildschweine close up, völlig zahm

  • Parkplatz am Fährhafen, Fähre, diverse Bilder

  • Dämmerung, unzählige Sauen laufen auf Fährplatz umher, zwischen Autos

  • Fähre bei Sonnenuntergang

Cam 1 / Teil 5

  • Bürgermeister von Heringsdorf, Lars Petersen, läuft über Promenade, Antexter

  • Wildschaden, Durchwühlung im Ort

  • O-Ton Lars Petersen, Bürgermeister Heringsdorf: \"... das ist das Ergebnis von drei Rotten... bis Weihnachten gab es hier drei Rotten, die mit Frischlingen alles aufgewühlt haben... seitdem erstmal Abwanderung... hatten Abschussgenehmigung beantragt, als wir diese dann hatten, waren sie wieder verschwunden, einer muss es ihnen gesteckt haben... / ... es gibt an der ganzen Promenade Schäden, am Hotel alleine 4000 Euro Schaden... hoffentlich werden Leute mit weggeworfenem Essen klüger...\"

  • weitere reportagige Bilder, Petersen zeigt weitere Schäden und erklärt diese

  • O-Ton Lars Petersen, Bürgermeister Heringsdorf: \"Jagdpächter haben in diesem Bereich inzwischen einige Keiler erlegt, vielleicht hat es schon etwas Wirkung gezeigt... landen im fünfstelligen Bereich bei Schäden, bin eher Tierfreund, aber wir müssen trotzdem etwas tun...\"

 

 

 

Cam 2 Teil 1:

  • Grenzübergang, diverse Bilder, Grenzpfeiler, Schilder, Umgebung

  • Schnittbilder zum Dreh am Deich bzw. Grenzstreifen aus zweiter Kamera

  • situativer Gang durchs Gras

 

 

Cam 2 Teil 2:

  • weitere Schnittbilder zur Spurensuche mit den Förstern

  • O-Ton Felix Adolphi, Leiter Forstamt Neu Pudagla: \"es handelt sich um Wildtiere, sollten auf keinen Fall gefüttert werden, suchen sich Futter selber, man sollte ihnen auch nicht zu nahe kommen... es kann schonmal sein, dass ein Muttertier ihr Kleines verteidigt...die Zähne sind schon groß und eindrucksvoll... das kann schon zu Verletzungen kommen... / wir hoffen, dass verbesserte Verhaltensveränderung beim Menschen dazu beitragen, dass sie sich wieder zurückziehen aus den urbanen Räumen... / die afrikanische Schweinepest ist an Ostgrenze Polens verbreitet.... wir sind in Bereitschaft... haben Notfallpläne... es gab schonmal Probleme, seinerzeit wurde Jagdverbot aufgehoben, um im städtischen Bereich zu jagen, aber das nicht tiefgreifend gewirkt, da die Schweine wiederkommen, um in Stadt zu essen...\"

  • Dreck und Essenabfall im Wald

  • Schweinerotte zieht durchs Bild an Grenzübergang, sehr nah, sehr zahm

 

 

Cam 2 Teil 3:

  • Rathaus Heringsdorf von Außen, diverse Bilder

  • umgepflügte Wiesen nach Rottenbesuch in der Stadt Ahlbeck

  • Strand, Promenande in Heringsdorf und Ahlbeck, Seebrücke

  • weitere Schnittbilder an Grenze und Fährhafen mit Abfallresten etc.

  • Unzählige Schweine fressen neben Imbissbetrieb Abfälle

  • Schweine laufen über Straße, sehr zahm, kaum scheu

  • Keiler beißt in Kamera

 

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Videobericht zur MeldungVideobericht zur Meldung:

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