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Heftige Explosion in Chemieentsorgungsbetrieb:
Riesige Flammen und eine gewaltige Rauchwolke dringen aus Firmengebäude – Erschütterungen der Explosion kilometerweit spürbar – Zerstörte Scheiben noch weit vom Ort des Geschehens entfernt – Schwerstverletzter verstirbt im Krankenhaus

Mann war nach Schichtende aufgrund eines Pieperalarms zurück zum Betrieb gefahren – Ursache für das Unglück noch unklar – Mehrere Häuser erheblich beschädigt: Scheiben geborsten, Türen herausgerissen, Dächer beschädigt – Etwa 20 Anwohner leicht verletzt – Immenser Sachschaden – Rettungskräfte aus der gesamten Umgebung eilen zur Unglücksstelle

Bildergalerie vorhanden

Datum: Dienstag, 09. September 2014, ca. 20:00 Uhr

Ort: Ritterhude, Landkreis Osterholz, Niedersachsen

 

(ah) Eine Explosion hat am Dienstagabend Ritterhude bei Bremen erschüttert: In einem Chemieentsorgungsunternehmen, das sich in einem Wohngebiet befindet, war es aus bislang noch ungeklärter Ursache zu der heftigen Explosion gekommen, so dass die Druckwelle, die bis Bremen und darüber hinaus spürbar war, in der Umgebung zu erheblichen Schäden an Wohnhäusern führte. Scheiben wurden zerstört, Dächer schwer beschädigt, Türen herausgerissen, Garagentore eingedrückt.

Riesige Flammen und eine gewaltige Rauchwolke drangen aus dem Gebäude; Feuerwehr- und Rettungskräfte aus der gesamten Umgebung eilten zur Unglücksstelle. Bewohner der Gebäude in unmittelbarer Nähe mussten ihre Häuser verlassen; für die gesamte Umgebung wurden Radiowarndurchsagen veranlasst. Nahe Bahnstrecken wurden gesperrt. Zunächst wurde befürchtet, dass durch eventuell giftige Gase eine Gefahr für die Bevölkerung bestehen könnte, entsprechende Messungen der Feuerwehr ergaben jedoch keine gefährlichen Werte.

Ein Mitarbeiter der Firma erlitt schwerste Verbrennungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der Mann war nach Schichtende aufgrund eines Pieperalarms – der offenbar wegen eines Defekts in dem Betrieb ausgelöst wurde – ins Firmengebäude zurückgekehrt. Etwa 20 Anwohner erlitten leichte Verletzungen durch die geborstenen Scheiben oder Schocks. Die Höhe des entstandenen Sachschadens an der Firma und den umliegenden Häusern ist noch nicht bekannt; es dürfte sich allerdings um einen immensen Schaden handeln.

Um die chemieverarbeitende Firma mitten in einem eng besiedelten Wohngebiet gab es schon lange Diskussionen, Anwohner versuchen sich seit Jahrzehnten zu wehren und vor den Gefahren zu warnen - nun sind die schlimmsten Befürchtungen Wirklichkeit geworden...

 

Update 16.09.: Der 60-jährige Firmenmitarbeiter, der bei der Explosion schwerste Verletzungen erlitten hatte, ist in der vergangenen Nacht im Krankenhaus verstorben.

 

Die NonstopNews-Bilder und die O-Töne:

 

  • Totale der Einsatzstelle, Riesige Flammen lodern aus Gebäude, riesige Rauchwolke
  • Feuerwehrgroßaufgebot vor Ort, Einsatzhektik, Drehleiter im Einsatz
  • Blick durch zerstörte Scheibe in Wohnzimmer, Schwer beschädigtes Dach
  • Eingedrücktes Garagentor, Anwohner unterhalten sich
  • Polizei und Rettungsdienst vor Ort, Weitere Feuerwehrkräfte treffen ein
  • Polizei im Gespräch mit Anwohner, Polizeibeamte mit Suchhunden
  • Geschockter Anwohner geht in die Knie,
  • THW vor Ort, Abgesperrte Straße
  • O-Ton mit Petra Engeling und Manfred Hausschild, Anwohner: …waren im Wohnzimmer, es gab einen irren Knall und alle Scheiben im Haus sind zusammengefallen, alles kaputt…, …vorne die Tür raus, Dachpfannen runter…, …die Firma entsorgt Chemikalien…., …ich hab noch mehr als Angst…, …wir haben ganz friedlich ferngesehen und dann war da ein riesiges rotes Licht…
  • O-Ton Marcus Neumann, Polizei Verden/Osterholz: …heftige Explosion in der Firma, die Farben und Lacke produziert..., ...zwei Mitarbeiter haben sich aufgrund eines Pieperalarms auf den Weg zur Firma gemacht, einer der Mitarbeiter wird derzeit noch vermisst…, ...das Gebäude steht in Vollbrand…, …die Explosion war bis Stuhr zu hören, haben sehr viele geborstene Fensterscheiben aufgrund der Heftigkeit der Detonation…, …haben vorsorglich über Radio die Anwohner aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten…
  • O-Ton Jan Hinken, Feuerwehr Osterholz: …es ist ein Chemieunternehmen, in dem die Explosion stattgefunden hat…, …über 300 Einsatzkräfte vor Ort…, …das Feuer ist noch nicht unter Kontrolle…, …zahlreiche Fensterscheiben sind zu Bruch gegangen, es könnte Verletzte gegeben haben…, …gehen von einem langwierigen Einsatz aus…
  • Augenzeugenvideo mit der Flucht von Feuerwehrkräften vor dem Brand
  • Einsatzleitung aufgebaut, Kräfte besprechen sich
  • große Schlauchleitungen werden verlegt
  • weitere Rettungswagen fahren vor
  • O-Ton Karl-Heinz Knorr, Leiter der Feuerwehr Bremen: ..es war eins der heftigsten Feuer, das ich je erlebt habe... Explosion war in weiten Teilen Bremens zu spüren, auch bei mir zuhause... zahlreiche Gebäude schwer und mittelschwer zerstört worden...ein Schwerverletzter ist auf Firmengelände gefunden worden... es sind keine gefährlichen Stoffe in Luft gemessen worden... wir hatten es selber in der Leitstelle bemerkt, dann kamen schon erste Notrufe... haben 150er-Leitung gelegt, die bringt 7000 Liter pro Minute... es werden über 20 Personen betreut... da stehen Häuser nur 20 Meter entfernt...
  • O-Ton Jochen Pieper, Gemeindebrandmeister Feuerwehr Ritterhude: "...Feuer unter Kontrolle... 20 Personen werden betreut... haben schwer verletzte Person aus Trümmern gerettet... über weitere Verletzte noch keine Angaben... hatte es selber gehört, dann ging der Meldeempfänger... es sind viele Häuser beschädigt, haben 10 Häuser evakuiert, die schwer beschädigt sind, diese Häuser sind auf absehbare Zeit nicht bewohnbar... es hat in der Anfangsphase weitere Kesselexplosionen gegeben, so dass wir uns zurückziehen mussten... Schadstoffkonzentrationen nicht gesundheitsgefährlich...
  • O-Ton Petra Engeling und Manfred Hausschild bei Evakuierung, Anwohner: ...es gab einen fürchterlichen Knall... Scheiben flogen nach innen und außen, es sind riesige Flächen, die kaputt sind..., ...es ist alles kaputt... man ist vor Schock emotionslos... wir sind geblieben, um unsere Sachen zu schützen... das ganze Haus ist zerstört... das Dach hat sich gehoben... Totalschaden... man ist starr vor Angst... der Zustand, dass wir reklamiert haben, zieht sich seit Jahren, wollten Firma da wegbekommen... sind immer beim Landkreis vorstellig... es ist schonmal ein Schornstein umgestürzt... genauso ist es gekommen...
  • Rettungswagen mit weitere Verletzen fahren ab
  • O-Ton Bewohner (ohne Name): ...wir dachten da ist Flugzeug reingekracht... wir sind nun evakuiert worden...
  • O-Ton Anwohnerin mit Mundschutz (ohne Namen): ...ganz schlimm, überall Fenster und Türen raus, ganz furchtbar... riesige Explosion...
  • O-Ton Anwohner (kein Name): wohnen sehr dicht dran, gab riesigen Knall... Dachpfannen runter, Veluxfenster oben raus... drei Fenster sind mit Rahmen raus...
  • diverse Bilder der Zerstörung nach drei Stunden am Unglücksort
  • zerstörte Häuser, Fenster zertrümmert, Autos beschädigt
  • Blick in zerstörte Häuser, überall Trümmer
  •  völlig zerstörte Fabrikanlage in Flammen, Hubschrauber am Nachthimmel
  • O-Ton Monika Selow, Anwohnerin: ...haben nur den Feuerball gesehen, weil wir zum Fernseher sahen..., ...dann der Knall..., ...bisschen Panik; sind rumgelaufen wie Falschgeld..., ...im Wintergarten alle Türen reingefallen..., ...haben bei Freunden übernachtet..., ...Statiker sind da...
  • Anwohner besprechen sich, Feuerwehr vor Ort
  • Hubschrauber kreist über der Einsatzstelle
  • O-Ton Susanne Geils, Bürgermeisterin Ritterhude: ....es gab einen Riesenknall,,,. ,...hat auch bei uns das Haus erschüttert...., ...man sah sofort die große Rauchwolke..., ...man ist durcheinander...., ....die Katastrophe, die wir befürchtet haben...., ...hanen immer gehofft, dass so etwas nie passiert..., ...Firma seit 20 Jahren hier ansässig..., ....das ist ein ständiges Thema für mich, seit ich Bürgermeisterin bin..., ...mein Wunsch und Bestreben ist, die Firma umzusiedeln, da wir hier ein Mischgebiet haben; eine Situation, die man sich eigentlich nicht vorstellen kann..., ...das kann eigentlich so nicht sein: Die Firma verarbeitet Lösungsmittel; die Stoffe werden von anderen Firmen mit Lastwagen angefahren und hier aufbereitet..., ...haben uns schon immer wegen der Schadstofflaster Sorgen gemacht, so dass wir sagen, dass diese Firma in ein Industriegebiet gehört..., ...das Unternehmen sitzt an der falschen Stelle..., ...es gab viele Runde Tische..., ...haben immer mehr Auflagen und Sicherheitsvorschriften ins Leben gerufen..., ...Problematik besteht seit Jahren..., ...Deutschland ist ein Land mit so hohen Sicherheitsstandards, so dass ich laienhaft dachte, man muss hier zwangsweise umsiedeln; mir wurde aber gesagt, dass das nicht geht, da die Firma sich an alle Auflagen hält..., ....solange sie sich an alle Auflagen halten, haben wir keine Möglichkeit..., ...habe die Bewohner gebeten, zurück in die Häuser zu gehen und alle Fenster und Türen zu schließen..., ....haben bei dieser Katastrophe noch großes Glück im Unglück gehabt, dass nicht noch mehr Menschen zu Schaden gekommen sind..., ...haben in der Nacht weiträumig evakuiert..., ...große Hilfsbereitschaft..., ....hatten etwa 90 betroffene Bürger; sie sind zum Großteil bei Freunden und Bekannten untergekommen..., ...mussten etwa 15 Personen unterbringen...
  • Bilder vom zerstörten Firmengebäude, Feuerwehr bei Nachlöscharbeiten, Drehleiter im Einsatz
  • Blick auf schwer beschädigte Wohnhäuser am Tage, Trümmer. Schäden an Dächern, herausgedrückte Scheiben, verwüsteter Vorgarten
  • Blick in zerstörten Garten, beschädigte Autoscheibe, schwer beschädigte Autos, zerstörte Fensterscheiben, abgesperrtes und stark beschädigtes Haus
  • Nachlöscharbeiten, Trümmerfeld. völlig zerstörtes Firmengebäude
  • Geschockte Anwohner
  • O-Ton Holger Marwede, Dachdecker: ...wir können noch nicht an alle Objekte ran..., ...einiges noch einsturzgefährdet..., ...wir haben selber noch keinen großen Überblick..., ...bei manchen muss das komplette Dach neu..., ...wollen jetzt erstmal die großen Löcher dichtmachen...
  • O-Ton Andrik Hackmann, Polizei Diepholz: ...Löscharbeiten der Feuerwehr gehen jetzt langsam dem Ende entgegen..., ...können jetzt langsam mit den Ermittlungen beginnen, was die Ursache betrifft..., ...einige Häuser einsturzgefährdet und unbewohnbar..., ...Statiker sind vor Ort..., ...erste grobe Beweissicherung beginnt..., ...Schadenshöhe mit Sicherheit im zweistelligen Millionenbereich...., ...Gemeinde stellt Unterkünfte zur Verfügung..., ...ein schwer verletzter Mitarbeiter der Firma; sein Zustand muss als lebensgefährlich bezeichnet werden..., ...mehrere Anwohner leicht verletzt...
  • Luftbilder von einer Kameradrohne: Blick auf völlig zerstörtes Firmengebäude von oben, Trümmerfeld

 

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Videobericht zur MeldungVideobericht zur Meldung:

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