niedersachsen
Dienstag, 24. April 2012, ca. 18:00 Uhr
News-Nr.: 15119

A2: Erneut schwerer Unfall am Stauende:
Drei LKW fahren an Stauende aufeinander – Ein Fahrer schwer verletzt eingeklemmt

Fahrer des zweiten LKW im Interview: "Es hat geknallt und dann war alles dunkel, das sind nur Sekunden" – Feuerwehr sauer: „Es ist immer das gleiche, dass keine Rettungsgasse gebildet wird“ - Stau bildete sich, weil LKW wenige Kilometer vorher umkippte – LKW schiebt zwei weitere LKW aufeinander – Fahrer im letzten LKW schwer eingeklemmt

Bildergalerie vorhanden

Datum: Dienstag, 24. April 2012, ca. 18:00 Uhr

Ort: A2 bei Rehren, Landkreis Schaumburg, Niedersachsen 
 

(cd/et) Schwer verletzt wurde am Dienstagabend ein LKW-Fahrer bei einem schweren Unfall auf der A2 bei Rehren in Niedersachsen.

Aufgrund eines vorgegangenen Unfalls, bei dem ein Sattelzug wenige Kilometer hinter der Anschlussstelle Rehren umgekippt war, hatte sich ein Stau gebildet. Ein LKW-Fahrer übersah dann offenbar wieder einmal das Stauende in Höhe der Anschlussstelle Rehren und raste nahezu ungebremst in zwei stehende LKW und schob diese aufeinander. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Fahrer des auffahrenden LKW schwer eingeklemmt und die Feuerwehr hatte es wieder einmal schwer die Unfallstelle zu erreichen: „Es ist immer das gleiche, dass keine Rettungsgasse gebildet wird, dabei ist das in der StVO klar geregelt. Der Fahrer musste mit schwerem Gerät von der Feuerwehr befreit werden und kam anschließend schwer verletzt per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus. Der Fahrer des ersten LKW blieb unverletzt, der Fahrer des zweiten LKW wurde leicht verletzt. Im Interview mit NonstopNews zeigte sich der Fahrer geschockt: „Plötzlich knallte es und dann war es dunkel. Ich war leicht eingeklemmt, konnte mich dann aber befreien!“

Die Autobahn 2 musste für mehrere Stunden voll gesperrt werden. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

 
Die NonstopNews-Bilder und O-Töne:
 

-          Totale der Unfallstelle

-          Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst vor Ort

-          Feuerwehr arbeitet am Unfallwrack

-          Fahrer noch eingeklemmt

-          Fahrer wird befreit und in Rettungswagen gebracht

-          Verletzter wird in Hubschrauber gebracht

-          Abflug Rettungshubschrauber

-          Abfahrt Rettungswagen

-          Beteiligte Fahrer im Gespräch mit Polizei

-          Blick auf zerstörte LKW, Fahrerkabine stark zerstört

-          Bilder vom umgestürzten LKW, der den Stau auslöste

-          O-Ton Karl-Heinz Nothold, GBM Feuerwehr Auetal… Wir haben einen Auffahrunfall mit drei beteiligten LKWs gehabt, wobei der 3. LKW so stark aufgefahren war, dass der Fahrer sehr stark eingeklemmt war, und zwar im Bauch und im Beinbereich und er konnte nur gerettet werden mit schwerem Rettungsgerät, mit Schere, Spreizer und Rettungszylinder...die Säulen mussten abgeschnitten werden und das ganze Führerhaus musste nach vorne gedrückt werden um den Fahrer zu befreien...Schwierigkeiten gab es bei dem Einsatz, das ist immer das gleiche, dass keine Rettungsgasse gebildet wird, dass wir die Einsatzstelle nicht erreichen, dass wir nur mit Unterstützung der Polizei auch den Standstreifen frei machen mussten um die Einsatzstelle zu erreichen...in der StVO ist das ganz klar geregelt...,...auf keinen Fall sollte man aussteigen und sein Fahrzeug verlassen, so dass wir teilweise immer erst die Fahrer suchen müssen, hat keine Sinn, die sollen bitte im Auto bleiben und drauf achten, dass die Rettungsgasse frei ist...wir mussten hart arbeiten um das Führerhaus zu zerschneiden...die Frontpartie war bis an die Lenksäule zurück gedrückt und die Frontscheibe war praktisch über dem Lenkrad...

-          O-Ton Thorsten Wasnick, Fahrer des mittleren LKW: … Ich hab am Stauende gestanden, Warnblinker angemacht, dann hat’s einmal geknallt und dann wurd’s dunkel und dann war’s passiert...Was ich gemacht hab? Ich hab erstmal geguckt wo mein Kopf ist, weil ich bin einmal nach hinten geknallt, einmal nach vorne, ich weiß es nicht mehr genau...dann bin ich ausgestiegen und hab geguckt wie es dem Hintermann geht, soweit es ging die Tür aufgebrochen und dann war der andere Kollege von vorne auch schon da...kann man gar nicht beschrieben was man da denkt, nur raus, in dem Moment nur raus, wenn man eingeklemmt ist, nur raus...das sind Sekunden, das merkt man gar nicht...das wird ich morgen wohl erst richtig alles realisieren, wie das alles zu Stande gekommen ist...bin erstmal froh, dass ich raus bin und erstmal nach Hause...ist zweiter Geburtstag…

 

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