Stand: 25.01.12, 15:02 Uhr
Datum: Mittwoch, 25. Januar 2012, ca. 08:30 Uhr
Ort: Bremen / Nordsee vor Borkum, Niedersachsen
(gs/eb) Nach einem Unfall auf der Baustelle des Hochseewindparks „Bard Offshore 1“ in der Deutschen Bucht am Mittwochvormittag hat die Seenotleitung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen die Koordinierung der aufwändigen Rettungsmaßnahmen übernommen
Im Seegebiet 55 Seemeilen (gut 100 Kilometer) nordwestlich der Insel Borkum war gegen 9.15 Uhr bei der Installation eines Fundamentes für eine Windkraftanlage eine sogenannte Anlandeplattform („Boatlanding“) ins Wasser gestürzt. Dabei wurde ein Mann in die Tiefe gerissen, er wird weiterhin vermisst. Ein zweiter Mitarbeiter konnte sich unverletzt in Sicherheit bringen.
Die Seenotleitung der DGzRS setzte das Installationsschiff „Wind Lift I“ als Einsatzleiter vor Ort ein und alarmierte die Seenotkreuzer Alfred Krupp von der Station Borkum sowie Hannes Glogner von der Station Norderney. Zudem wurde der Einsatz eines Bundespolizeihubschraubers sowie eines SAR-Hubschraubers der Deutschen Marine veranlasst. Der Bundespolizeihubschrauber nahm einen Unfallbeteiligten, sowie ein Besatzungsmitglied der „Windlift 1“ auf, das sich bei den Rettungsarbeiten verletzt hatte, und flog die beiden nach Helgoland. Der SAR-Hubschrauber wiederum flog Taucher hinaus auf See, die nach dem Vermissten suchen sollen. Zur Unfallzeit herrschten im Seegebiet südöstliche Winde um sechs Beaufort (bis ca. 50 km/h Windgeschwindigkeit).
Am morgigen Donnerstag wollen sich Vertreter der Offshore-Industrie in der DGzRS-Zentrale in Bremen treffen. Dort stellen die Seenotretter ihre von der Politik unterstützten Pläne für den Aufbau einer von den Betreibern finanzierten Notfallleitstelle für Offshore-Windparks vor.
Die NonstopNews-Bilder (Tag) und der O-Ton:
- Außenshot der DGzRS ini Bremen, verschiedene Bilder
- Bilder aus der DGzRS-Leitstelle, vo wo Einsatz koordiniert wird
- O-Ton Christian Stipeldey, Sprecher der DGzRS: zur Sachlage wie beschrieben
- geplante Luftbilder sind witterungsbedingt derzeit nicht möglich, bitte nutzen sie Offshore-Footage-Material
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