Stand: 08.09.10, 03:24 Uhr
Datum: Dienstag, 31. August 2010 / Mittwoch, 08. September 2010
(cd/eb/mwü) Auf dem Genkartoffel-Acker in Zepkow bei Bütow (Müritzkreis) hat am Dienstag die Ernte der Kartoffelsorte Amflora begonnen. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) holte die ersten Knollen aus dem Boden.
Von der 14 Hektar großen Fläche sollen in den nächsten beiden Tagen insgesamt 300 Tonnen Kartoffeln geerntet werden. Der Chemiekonzern BASF hatte im April die Pflanzkartoffel in die Erde bringen lassen. Wie in den Vorwochen protestierten Gentechnikgegner gegen den Anbau der Kartoffelsorte. Am Feldrand versammelten sich etwa 30 Vertreter von den Grünen, des Bundes für Umwelt und Naturschutz und einer Bürgerinitiative.
Mecklenburg-Vorpommern ist derzeit das einzige Bundesland, in dem die umstrittene Gen-Kartoffel Amflora angebaut wird. BASF verspricht sich von der gentechnisch veränderten Kartoffel einen höheren Ertrag von Stärke, die in der Papier-, Garn- oder Klebstoffindustrie verwendet wird. Erst im Februar hatte die EU-Kommission den kommerziellen Anbau von Amflora genehmigt.
Brüderle verwies darauf, dass Biotechnologie einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands leisten könne. Der Wirtschaftsstandort Deutschland könne nur bestehen, wenn man den Mut habe, neue Wege zu gehen, sagte er. Es müsse aber eine sinnvolle Abwägung zwischen Chancen und Risiken vorgenommen und die Ängste der Gegner ernst genommen werden.
Die NonstopNews-Bilder und die O-Töne:
- Hubschrauber kommt an, landet in Entfernung
- Brüderle wird mit Limousine vorgefahren
- Brüderle stellt sich den Fragen der Medien
- Demonstranten am Feld, Buh-Rufe und Pfeifkonzert
- Demonstranten mit Plakaten und Transparenten
- Kurze Statements von Brüderle in die Kamera
- Archiv News-Nr. 10952 (Anbaubeginn), News-Nr. 11016 (Proteste)
- Weitere Schnittbilder
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