Stand: 27.08.10, 03:11 Uhr
Datum: Donnerstag, 26. August 2010, ca. 21:00 Uhr
Ort: Bad Salzuflen, Landkreis Lippe, Nordrhein-Westfalen
(mwü) Sintflutartiger Starkregen hat am Donnerstagabend zahlreiche Feuerwehren in Niedersachsen in Atem gehalten, nachdem es bereits am Nachmittag aufgrund von Aquaplaning zu einer Unfallserie auf der A2 gekommen war (NonstopNews berichtete, News-Nr. 11680). Im nordrhein-westfälischen Bad Salzuflen sind die Menschen unterdessen nur knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Dort zog am Abend laut Polizei ein Tornado vorbei und hinterließ auf einer Länge von 1,5 Kilometern eine 300 Meter breite Schneise der Verwüstung. Durch die enormen Windgeschwindigkeiten wurden mehrere Hausdächer beschädigt. „Dachziegel flogen durch die Luft und meterdicke Straßenbäume wurden komplett entwurzelt oder wie Streichhölzer abgeknickt und zum Teil auch regelrecht gespaltet“, heißt es im Polizeibericht. Das genaue Ausmaß des Schadens war zunächst noch nicht klar, Feuerwehrkräfte und Helfer waren bis in die Nacht mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. Zudem liefen durch den Starkregen etwa 25 Keller voll, die ausgepumpt werden mussten. Bei den Anwohnern am Stadtrand von Bad Salzuflen hinterließ das Naturschauspiel einen bleibenden Eindruck: „Ich dachte, es nimmt das ganze Haus mit", sagte eine Anwohnerin, die sich mit ihrer kleinen Tochter ins Bad gerettet hatte.
Die NonstopNews-Bilder (Nacht) und die O-Töne:
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Entwurzelte Bäume, durchgerissene Kabel von Telefonleitung
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Feuerwehr mit Kettensägen im Einsatz
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Baum auf Straße, wird von Feuerwehr beseitigt
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Löcher in Hausdächern, Arbeiter auf Dach
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Arbeiten heben kaputte Ziegel vom Dach
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Feuerwehr und Polizei vor Wohnhaus
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Wasser wird aus Keller gepumpt, fließt aus Schlauch
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Aufräumarbeiten, div.
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Fahrbilder im Starkregen
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Fünf O-Töne: Feuerwehr ("fast ganze Randteile von Wäldern sind umgeknickt...denken, dass es eine Windhose war...Weiteres wissen wir noch nicht...es sind Dächer abgedeckt worden, das genaue Ausmaß können wir aber noch nicht bekannt geben...können von Glück reden, dass die Windhose nicht mitten durch den Ort gegangen ist...nach jetzigem Kenntnisstand keine Personen verletzt worden.....schneiden die Bäume von den Straßen, dass sie wieder befahrbar sind...in dieser Größenordnung und dieser Verwüstung in Teilbereichen hatten wir so etwas noch nie..."), Polizei ("selbst massive Bäume knickten um wie Streichhölzer"), 3 Anwohner ("es war kein normaler Sturm, es war ein richtiger Tornado...sah ihn kommen, ich habe gedacht, es nimmt das ganze Haus mit...habe meine Tochter vom Fenster weggepackt und bin mit ihr ins Bad gegangen...ich dachte nur: zum Glück sind wir noch am Leben...man weiß ja nicht, was hätte passieren können, wenn er Richtung Haus gegangen wäre" / "...war hier draußen, hörte Krach...dachte zuerst, ein Flugzeug sei abgestürzt...dann sah ich plötzlich den Tornado...bei uns kennt man ja so etwas sonst nicht...Tornados sieht man sonst ja nur im Fernsehen....es hat nicht lange gedauert, ein oder zwei Minuten...aber man sieht, da hinten viele Bäume abgerissen, die Dächer abgerissen...man muss froh sein, dass Menschen nichts passiert ist, das ist die Hauptsache...zum Glück war zu dem Zeitpunkt auch kein Auto hier unterwegs.../...habe sofort den Notruf gerufen und dann rausgeschaut, lag alles voller Bäume...)
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