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NewsNr. 11639
Datum: 20.08.10, 22:11 Uhr
Stand: 20.08.10, 22:11 Uhr
Die Heldentat des Abends:
Vater und Sohn retten 76-jährige Nachbarin aus brennendem Haus
Zivilcourage rettet Frau vermutlich das Leben – Nachbar Günter Bilitza bemerkte Flammen im Nachbarhaus – Bewohnerin schafft es durch verqualmtes Treppenhaus bis zur Haustür, doch die war abgeschlossen – Günter Bilitza, Sohn Timo und ein weiterer Nachbar retten die Bewohnerin schließlich durch ein kleines Fenster

Datum: Freitag, 20. August 2010, ca. 21:30 Uhr

Ort: Spaden bei Bremerhaven, Landkreis Cuxhaven, Niedersachsen

 

(mwü) Der mutige Einsatz dreier Nachbarn hat am Freitagabend einer 76-jährigen Frau vermutlich das Leben gerettet. In ihrem Haus war ein Feuer ausgebrochen, Nachbar Günter Bilitza und Sohn Timo starteten mit einem dritten Nachbarn eine beispielhafte Rettungsaktion - und wurden so zu den Helden des Abends in der kleinen Ortschaft Spaden bei Bremerhaven.

Eigentlich wollte Günter Bilitza, der mit Freunden auf der Veranda Fußball schaute, nur kurz im Garten nach dem Rechten sehen. Dann bemerkte er starken Rauchgeruch, dachte zunächst an eine Grillparty bei Nachbarn. „Doch plötzlich schossen aus dem Obergeschoss in dem Nachbarhaus Flammen“, erzählt er.

Sein erster Gedanke gilt der 76-jährigen, hilfsbedürftigen Nachbarin Gisela J., die dort alleine wohnt und sich in größter Gefahr befindet. Günter Bilitza und Sohn Timo rennen sofort zu dem Nachbarhaus, klingeln Sturm und rufen nach der Bewohnerin. Ihr gelingt es daraufhin noch, sich durch das bereits verqualmte Treppenhaus nach unten zur Haustür zu retten – doch die ist verschlossen und der Schlüssel liegt zu allem Pech im oberen Stockwerk. Während die Flammen immer heftiger wüten, beginnen dramatische Minuten. Während die Ehefrau die Feuerwehr alarmiert, zögern Günter Bilitza und Sohn Timo keinen Moment, versuchen mit aller Gewalt  die Tür einzutreten und aufzuhebeln. Schließlich gelingt es ihnen, eine Scheibe einzuschlagen. Gemeinsam mit einem weiteren Nachbarn, der ebenfalls herbeigeeilt war und durch das Fenster stieg, können sie noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr die 76-jährige Frau durch das kleine Fenster ins Freie zu retten. Sie habe ersten Informationen der Feuerwehr zufolge eine Rauchgasvergiftung erlitten und stehe unter Schock, sei aber ansonsten unverletzt. Das Feuer, das sich aus der Küche schnell auszubreiten drohte, der Rauch und die Hitze wären möglicherweise zur tödlichen Bedrohung für die Bewohnerin geworden, hätte Günter Bilitza den Brand nicht zufällig bemerkt und daraufhin sofort mit seinem Sohn Timo und dem dritten Nachbarn Jörg S. derart mutig gehandelt. Für Sohn Timo, der selbst Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr ist, sei die Aktion indes eine Selbstverständlichkeit gewesen, sagt er. Erst im Nachhinein habe er darüber nachgedacht - über die lauten Schläge, die das Feuer verursacht hatte, über die Flammen, die über ihren Köpfen wüteten. Doch jetzt dürfen sich die Bilitzas erst einmal feiern lassen - als mutige Helden des Abends...

 

Die NonstopNews-Bilder mit drei ausführlichen O-Tönen und Antextbildern!

 

 

-         Totale der Einsatzstelle mit viel Blaulicht

-         Blick auf zerstörten Raum in Obergeschoss

-         Feuerwehr unter Atemschutz in Wohnung

-         Löscharbeiten unter Atemschutz in Wohnung durch Fenster

-         Feuerwehrmann steigt über Leiter auf beschädigtes Dach

-         Dach wird geöffnet

-         Weitere Löschkräfte vor Ort

-         Alte Bewohnerin wird auf Trage von Sanitätern zu Rettungswagen geschoben (ggf. pixeln)

-         Nachbarn vor Ort

-         Feuerwehr im Gespräch mit Rettern

-         Antextbilder mit Günter Bilitza und Sohn Timo

-         O-Ton 1: Timo Bilitza, Nachbarssohn, der die Tür versuchte aufzutreten: (sinngem.) „Mein Vater hat Feuer entdeckt, ich stand am Fenster, hatte die Flammen dann gesehen, wussten, dass da noch alte Frau wohnt, haben versucht die Tür aufzutreten, das ging nicht, haben dann Scheibe aufgetreten und konnten dann die Frau durch kleines Seitenfenster tragen… mein Vater hat sie runtergeklingelt, sie sagte sie saß in der Stube, sie hat echt Schwein gehabt, alles war verqualmt… die Tür war von innen verriegelt… oben brannte es heftig, da fielen Sachen runter und der Qualm kam raus, da wussten wir, dass wir sie rausholen müssen… man denkt zwar an sich selbst, aber wir mussten schnell machen… Frau war etwas verwirrt, aber Glück gehabt, hätte auch anders ausgehen können… Nachts wäre es unbemerkt geblieben… es sind diese paar Minuten die verstreichen… es kommt einem so lange vor… ich bin selber bei der Feuerwehr, aber wenn man selber betroffen ist, kommt es einem echt lange vor…“

-         O-Ton 2: Thorsten Müller, Einsatzleiter der Feuerwehr Spaden: (sinngem.) „…Als wir eintrafen, schlugen Flammen oben raus… Kamerad hatte Frau rausgeholt… sind dann in Wohnung, um Brandbekämpfung durchzuführen… Nachbarn haben Tür aufgetreten und Frau rausgeholt… wenn es ein paar Stunden später passiert wäre, hätte es anders ausgesehen…“

-         O-Ton 3: Günter Bilitza, Nachbar, der das Feuer bemerkte: (sinngem.) „…Habe Fußball geschaut und wollte noch was aus dem Garten holen, da habe ich das Feuer bemerkt, bin sofort hin, um die Frau darauf aufmerksam zu machen… die Tür war von innen verschlossen… haben alles versucht die Tür aufzukriegen… konnten die Frau dann durch kleines Fenster retten… man bekommt Schrecken, wie schnell es brennt… man hat nicht gezögert, sofort geholfen…“

-         Weitere Schnittbilder 

 

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