Datum: Sonntag, 18. Juli 2010, ca. 22:00 Uhr
Ort: A81 Stuttgart - Singen, Rastanlage Neckarburg, Baden-Württemberg
(cd/mwü) Erneut war die Autobahn 81 bei Rottweil Schauplatz eines schrecklichen Verkehrsunfalls: Ein 77-jähriger Autofahrer fuhr am Sonntagabend, offenbar nachdem er an der Rastanlage „Neckarburg“ zwischen Oberndorf und Rottweil getankt hatte, falsch herum auf die Autobahn. Nur kurze Zeit später kam es zum schweren Frontalzusammenstoß. Sowohl der mutmaßliche Unfallverursacher als auch der Fahrer des entgegenkommendes Wagens wurden schwer verletzt, Letzterer schwebe in Lebensgefahr. „Es ging ein Notruf über einen Falschfahrer ein“, sagte Paul Woywod, Leiter der Autobahnpolizei in Zimmern ob Rottweil, der beinahe selbst Zeuge des Unfalls geworden wäre. „Ich hatte eigentlich frei und war nur 100 Meter von der Autobahn unterwegs, als plötzlich der ganze Verkehr stehen blieb“. Sofort habe er seine Kollegen in der Dienststelle informiert, die wussten bereits was los war: Der Geisterfahrer krachte nur wenige hundert Meter vor der Rastanlage frontal in den Gegenverkehr.
„Ich bin dann direkt zur Unfallstelle gefahren“, sagte Autobahnpolizeichef Woywod. Dort habe er ein unüberschauberes Trümmerfeld vorgefunden. Die Unfallstelle zog sich auf 300 Meter Länge hin, ein Motorblock eines Autos wurde herausgeschleudert. Sowohl der Fahrer des entgegenkommenden Wagens als auch der mutmaßliche Unfallverursacher wurden bei dem Unfall schwer in den Wracks ihrer Wagen eingeklemmt. Dieter Flügge, Einsatzleiter der Feuerwehr Oberndorf sagte: „Wir hatten erhebliche Mühe, sie aus den Wracks zu befreien.“ Beide seien schwer verletzt, der Fahrer des entgegenkommenden Fahrzeugs schwebe in Lebensgefahr, sagte Dr. Martin Soballa, der als leitender Notarzt im Einsatz war. Ein weiterer Autofahrer erlitt offenbar leichtere Verletzungen, als er in eines der bereits stehenden Autowrack krachte. Die A81 blieb die ganze Nacht in Richtung Süden gesperrt, die Staatsanwaltschaft hat einen Sachverständigen in die Ermittlungen hinzugezogen. Noch am späten Abend wurden Helfer des Technischen Hilfswerks angefordert, um die Unfallstelle auszuleuchten.
Am Montagnachmittag meldete sich nachträglich eine 30-jährige Schweizerin bei der Polizei, die ebenfalls an dem Unfall beteiligt war. Die Frau hatte beim Ausweichen die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren und sich anschließend mehrmals um die eigene Achse gedreht. Dabei kam es aber weder zu einem Kontakt mit dem Geisterfahrer noch prallte sie gegen die Leitplanke, so dass ihr Wagen unbeschädigt blieb. Sie selbst habe durch die heftigen Schleuderbewegungen ihres Fahrzeugs jedoch leichte Verletzungen erlitten, teilt die Polizei mit.
Die NonstopNews-Bilder (Nacht) und die O-Töne:
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Totale der Unfallstelle
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Großaufgebot von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei vor Ort
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Zerstörter Geisterfahrer-PKW
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Weitere Unfallwracks, div.
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Trümmerfeld, herausgerissener Motorblock
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Rettungswagen, Abfahrt Notarzt
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Rettungshubschrauber der Rega (Schweiz) vor Ort, Abflug
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Feuerwehrkräfte im Gespräch mit Polizei, abgetrenntes Autodach
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Schild Rastanlage, Rastanlage im Hintergrund
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O-Ton Dieter Flügge, Einsatzleiter Feuerwehr Oberndorf am Neckar: „...schwerer Unfall auf der A81...mutmaßlich von Geisterfahrer verursacht...zwei Personen waren schwerst eingeklemmt...beide wurden in einer umfangreichen Rettungsaktion aus den Wracks befreit...hatten Mühe, die Patienten aus den völlig zerstörten Fahrzeugen zu befreien...“
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O-Ton Paul Woywod, Leiter Autobahnpolizei Zimmern ob Rottweil: „...es war ein Notruf über einen Geisterfahrer eingegangen, kurz darauf kam es zu dem schweren Unfall...mehrere Fahrzeuge beteiligt...mehrere Personen eingeklemmt...beim Eintreffen hatten wir ein unüberschaubares Trümmerfeld...Fahrer hatte vermutlich an der Rastanlage getankt und ist dann falsch herum auf die Autobahn aufgefahren...ich selbst wäre beinahe Zeuge geworden...hatte eigentlich frei und war nur 100 Meter von der Autobahn entfernt unterwegs...plötzlich hielt der ganze Verkehr...habe dann sofort in der Dienststelle angerufen...Stau auf einer Länge von 12 bis 15 Kilometern...“
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O-Ton Dr. Martin Soballa, leitender Notarzt: „...schwerer Unfall...drei verunfallte Pkw beim Eintreffen vorgefunden...drei Patienten, zwei waren eingeklemmt...ein Fahrer schwebt in Lebensgefahr, einer ist ebenfalls schwer verletzt, einer leichter...es gilt bei einer solchen Lage, sich zunächst einen Überblick zu verschaffen, über das Ausmaß und über die Patienten...wie schwer sie verletzt sind und dann die Zuweisung in die Kliniken...“
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