Stand: 07.02.10, 15:46 Uhr
Datum: Sonntag, 07. Februar 2010, ca. 14:00 Uhr
(ah/gs) Riesiges Glück hatten drei junge Autoinsassen am Sonntagnachmittag bei einem Verkehrsunfall auf einer Landstraße im niedersächsischen Landkreis Ammerland.
Ihr Audi A3 war gegen 14:00 auf der Strecke zwischen Friedrichsfehn und Jeddeloh bei Edewecht plötzlich ins Schleudern geraten, nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und hatte sich überschlagen. Der Wagen landete dann schließlich kopfüber in einem tiefen wasserführenden Graben. Das Auto lief sofort bis über die Höhe der Kopfstützen mit Wasser voll, die Insassen hingen hilflos im eisigen Wasser des Grabens in ihren Sitzen fest und kamen nicht aus dem Wagen, da sich die Türen aufgrund der Uferböschung nicht öffnen ließen.
Andere Autofahrer, die kurz darauf auf die Unfallstelle zukamen hielten zum Glück sofort an, um zu helfen. Zufällig kam unmittelbar darauf auch ein Streifenwagen an der Unfallstelle vorbei. Der Edewechter Polizeibeamte Heinrich Schwarte zögerte ebenfalls keinen Augenblick. Während sein Kollege über Funk sofort alle verfügbaren Rettungskräfte alarmierte, eilte er zum Unfallwagen: „Ich bin sofort hin, habe gerufen, ob noch jemand drin ist, dann hörte ich Stimmen“. Eilig öffnete Schwarte dann die Hecklappe des kopfüber im Wasser liegenden Autos. Nachdem eine hintere Kopfstütze herausgezogen werden konnte, gelang es alle drei Insassen (alle um die 20 Jahre alt) nach hinten aus dem Auto zu retten. Während Fahrer und Beifahrer nur leicht verletzt wurden, kam der Mitfahrer von der Rückbank mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus.
Die Polizei spricht von sehr glücklichen Umständen, so dass die Autoinsassen nicht ertrunken sind: Zum einen sei der Wasserstand aufgrund des andauernden Frostes nicht so hoch wie sonst zu dieser Zeit, zudem sei das Eingreifen der Ersthelfer vorbildlich gewesen,
Wie es zu dem Unfall kommen konnte ist noch nicht endgültig geklärt. Ersten Angaben zufolge könnte möglicherweise ein Reifen geplatzt sein. Die weiteren Überprüfungen dauern.
Wir haben die Bilder mit zwei O-Tönen, unter anderem mit dem ersthelfenden Polizisten
- Totale der Einsatzstelle, sehr viele Einsatzfahrzeuge vor Ort
- Drei Rettungswagen vor Ort, Opfer werden im Rettungswagen versorgt
- Audi liegt kopfüber in Seitengraben, diverse Bilder
- Wasser im Wagen, Kopfstützen im Wasser, Kofferraum auf
- Feuerwehr vor Ort am Fahrzeug, Wagen wird mit Kran herausgezogen
- Diverse Bilder vom Unfallwagen, auch close
- Diverse Schnittbilder
- O-Ton Heinrich Schwarte, Polizist und Ersthelfer: „…wir sind auf Streifenfahrt gewesen, sind auf Unfall aufmerksam geworden, haben sofort angehalten, haben Audi kopfüber im Graben gesehen, bin sofort hin, habe gerufen, ob noch jemand drin ist, hörte Stimmen, habe dann Hecklappe geöffnet und so die drei Personen aus Wagen ziehen können… Glücklicherweise waren Opfer nicht zu stark verletzt, so dass diese mit herausklettern konnten… ist es ein glücklicher Umstand, dass wir zufällig in der Nähe waren… Auch Glück, dass der Wagen eine Heckklappe hatte, alles andere wäre nicht möglich gewesen… Erfahrungsgemäß ist es normal so, dass der Graben mehr Wasser führt, aber es taut zum Glück noch nicht… Man hat den Wagen fast gar nicht gesehen… der Fahrer und der Beifahrer sind eher leicht verletzt, der Mitfahrer hinten eher schwer verletzt, aber alle ansprechbar… zur Ursache noch keine abschließenden Angaben, Wagen sei plötzlich ausgebrochen, haben festgestellt, das Vorderreifen einen Riss hat, wissen, aber noch nicht endgültig, ob das ursächlich ist…
- O-Ton, Dirk Gerdes-Röben, Feuerwehr Edewecht: „… erste Lage war, ein PKW auf Dach im Graben… über Funk hieß es drei Personen seien im Wagen, diese waren aber schon raus... das Wasser war sehr hoch im Wagen, es war sehr kalt… das war schon problematisch,… die Ersthelfer haben sehr gute Arbeit geleistet… haben Wagen noch mal überprüft, ob wirklich keiner mehr drin ist… waren mit Wathosen im Wasser… das war gute Arbeit der Helfer auch bei den Temperaturen, das ist nicht selbstverständlich heutzutage…“
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