Stand: 20.12.09, 06:33 Uhr
(gs) Nur der aufmerksamen Taxifahrerin Silvia Knublauch ist es zu verdanken, dass ein Feuer im Bremer Stadtteil Hemelingen am frühen Sonntagmorgen kein tragisches Ende genommen hat. Während der Fahrt hatte sie zwischen Häusern eines wenig befahren Wohngebietes nur zufällig Feuerschein bemerkt. Sie unterbrach ihre eigentliche Fahrt, um in der Straße dem möglichen Feuer nachzugehen. Zwischen zwei Wohnhäusern brannte ein größerer Carport-Anbau lichterloh. Die Flammen loderten meterhoch und bedrohten zwei Wohnhäuser. Niemand hatte bis zu diesem Zeitpunkt von dem Feuer Notiz genommen, alle schliefen tief und fest. Silvia Knublauch zögerte nicht, weckte die gefährdeten Anwohner und holte sie aus dem Haus. Gleichzeitig rief Sie die Feuerwehr, die kurz darauf eintraf. In letzter Sekunde gelang es den Löschkräften ein weiteres Übergreifen der Flammen in den Dachstuhl einer Doppelhaushälfte zu verhindern. Dort war der Brand bereits eingedrungen, dichter Rauch zog auch aus dem Dach. Dank des schnellen Eingreifens konnte aber größerer Schaden vom Wohnhaus abgewendet werden. Der Brand hätte aber nicht später entdeckt werden dürfen, so Jörg Warncke von der Feuerwehr Bremen: „Das war sehr knapp“. Lediglich ein Ersthelfer erlitt eine Rauchvergiftung und kam ins Krankenhaus. Die drei Kinder der Familie fanden zunächst Unterschlupf im Taxi von Silvia Knublauch – können aber nach Abschluss aller Löscharbeiten wohl wieder zurück ins Haus. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn Sie – wie viele andere in ähnlichen Fällen – weggeschaut hätte. Das Feuer hätte wenige Minuten später auf das gesamte Haus übergegriffen, in dem die fünfköpfige Familie ahnungslos schlief.
Die NonstopNews-Bilder (Nacht) und die O-Töne
- dichter Rauch über Haus, Carport-Anbau brennt, Rauch, Feuerschein darin
- Löscharbeiten auch unter Atemschutz, Drehleiter wird vorgefahren
- Rettungswagen vor Ort, Verletzter wird darin versorgt, Notarzt trifft ein
- Rauch dringt aus Dachstuhl, Feuerwehr mit Leiter am Dach, öffnet Pfannen
- Anwohner vor Ort beobachten Löscheinsatz, Taxi vor Ort
- O-Ton Silvia Knublauch, Taxifahrerin, Zeugin: „…bin auf Hauptstraße gefahren, hab dann die Flammen gesehen… bin dann in die Straße gefahren, um zu schauen, was los ist… Alles brannte, boin dann sofort zu den Häusern und habe die Anwohner wach geklingelt, sowie die Feuerwehr angerufen, die dann zum Glück schnell kam… das hätte keiner bemerkt, das war knapp…bin froh, dass ich in die Straße gefahren bin… wäre schlimm geworden… war Familie mit Kindern drin, Kinder wärmen sich jetzt bei mir im Taxi…“
- O-Ton Jörg Warncke, Feuerwehr Bremen: „…als erste Kräfte eintrafen, brannte es zwischen zwei Häusern sehr stark, drohte auf Haus überzugreifen, drohte es überzugreifen, Feuer konnte ich Dachhaut vordringen, das war sehr knapp… haben weitere Kräfte hinzualarmiert, da es drohte sich auszubreiten… zum Glück wurde der Brand von Autofahrern bemerkt, die auch die Bewohner informierten… es wurde nicht weggeschaut, sondern richtig gehandelt.“
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