Stand: 27.11.09, 11:32 Uhr
Datum: Freitag 27.November 2009, ca. 11:00 Uhr
(cd/eb) Um die rund 80 Babyklappen in Deutschland ist ein neuer Streit entbrannt. Der Deutsche Ethikrat empfiehlt, diese Einrichtungen abzuschaffen, in denen Mütter in Not ihre Neugeborenen ablegen können.
Das unabhängige Wissenschaftler-Gremium fordert zudem, die Möglichkeit zur anonymen Geburt zu verbieten und stattdessen nur noch eine vertrauliche Geburt zuzulassen. Dabei sollen die Daten der Mutter höchstens für ein Jahr anonym bleiben und danach dem Standesamt mitgeteilt werden. Die seit 1999 existierenden Babyklappen und Angebote zur anonymen Geburt haben Schätzungen zufolge bislang rund 500 Findelkinder hervor gebracht, die dauerhaft eine anonyme Herkunft haben.
Zur Begründung erklärte der Ethikrat, Babyklappe und anonyme Geburt seien ethisch und rechtlich problematisch, weil sie das Recht des Kindes auf Kenntnis seiner Herkunft verletzten.
Beim Bremer St. Joseph-Stift ist man gegen die Äußerungen des Ethikrates zum Thema Babyklappe. „Unsere Babyklappe wurde bereits drei Mal genutzt, alle drei Kinder sind wohlauf und von Pflegefamilien aufgenommen worden. Ein Baby sollte lieber leben, anstatt seine Eltern kennenzulernen!“ so Torsten Jarchow, Geschäftsführer des Bremer St. Joseph-Stiftes.
Die NonstopNews-Bilder und O-Töne:
- Außenshot Babyklappe am St. Jospeh-Stift
- Babykörbchen an Innenseite von Babyklappe
- Schwestern machen Klappe auf und zu
- Nachgestellte Szene: Baby wird in Park abgelegt
- O-Ton Torsten Jarchow, Geschäftsführer St. Jopseph-Stift: …sind gegen die Abschaffung…unsere Klappe wurde bereits drei Mal genutzt…Schwestern kümmern sich zunächst um Kinder…alle Kinder dann in Pflegefamilien…Babys sollten lieber leben, als ihre Eltern kennen zu lernen…
- O-Ton Ordensschwester Seraphines, Franziskanerorden: …erklärt die Babyklappe…Eltern können acht Wochen danach noch die Kinder zurückholen…
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