Stand: 23.11.09, 15:48 Uhr
(ah/gs) Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B65 in der Region Hannover ist am Montagnachmittag der Fahrer eines Kleinwagens ums Leben gekommen.
Ersten Angaben zufolge war der 49-jährige Fahrer des VW Polos auf einem völlig gerade Teilstück in den Gegenverkehr geraten. Unmittelbar vor dem entgegenkommenden LKW-Fahrer Wolfgang Frenzel brach der Polo Kombi plötzlich aus: „Etwa 100 Meter vor mir driftet der ab auf meine Fahrspur, er krachte dann in meinen Auflieger“.
Danach wurde der Polo rotierend weitergeschleudert und direkt vor den nachfolgenden Lastzug katapultiert und von diesem regelrecht zermalmt.
Für den 49- jährigen Fahrer kam jede Hilfe zu spät; er war offenbar sofort tot. Den Einsatzkräfte, sowie dem Ersthelfer Frenzel bot sich ein schlimmes Bild: „Da war nichts mehr dran am Auto, habe den Mann erst gar nicht gesehen, so bedeckt war er von den Trümmern“.
Feuerwehrkräfte mussten über 45 Minuten mit schwerem Gerät arbeiten, um die Leiche zu bergen. Aufgrund der Dramatik der Unfallsituation ließ Einsatzleiter Sascha Krause dafür nur erfahrene Einsatzkräfte arbeiten, um anderen die Bilder zu ersparen. Der Fahrer des LKW erlitt leichte Verletzungen und einen Schock.
Derzeit ist noch unklar, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Die Polizei schließt jedoch nicht aus, dass die zum Unfallzeitpunkt schwierigen Witterungsbedingungen – Sturmböen und Regen – ursächlich gewesen sein könnten: „Manchmal lässt sich aber nie klären, wie es dazu kommen konnte, so Rainer Stoermer von der Polizei Hannover.
Die B65 blieb bis in den Abend gesperrt.
- Totale der Unfallstelle, Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst vor Ort
- Bis zu Unkenntlichkeit zermalmter Kleinwagen, diverse Szenen
- Wagen völlig zerfetzt, bis zum Rücksitz aufgerissen
- Trümmerteile überall, Frontschaden am LKW
- Feuerwehr arbeitet an Unfallwrack, Polizei bei Begutachtung
- Leichenbergung hinter Sichtschutz,Polizei bei Unfallaufnahme
- Bahre wird in Leichenwagen geschoben, Schnittbilder
- O-Ton Wolfgang Frenzel, Fahrer des beschädigten LKW: …bin von Hannover gekommen, Richtung Bad Nenndorf, ca. 65 km/h… da kam mir dieses Fahrzeug entgegen, etwa 100 Meter vor mir driftet der ab auf meine Fahrspur, er krachte dann in meinen Auflieger und wurde dann mit voller in den anderen LKW geschleudert…ich vermutet, daran ist dann gestorben… es tut mir wahnsinnig Leid für den Mann, er hat bestimmt eine Familie gehabt… bin sofort angehalten und zurückgelaufen… habe aber sofort gesehen, dass dem Mann nicht mehr zu helfen war… da war nichts mehr dran am Auto, habe den Mann erst gar nicht gesehen, war so bedeckt von Trümmern…“
- O-Ton Sascha Krause, Feuerwehr Barsinghausen: „…haben zwei LKW und eine völlig zerstörten PKW vorgefunden… eine Person im PKW war offenbar direkt durch den Aufprall getötet worden… war schwerst eingeklemmt und kaum als solches zu erkennen… Bergung war sehr schwierig, aufgrund der massiven Verletzungen, konnten daher auch nicht alle Kräfte da mit einbeziehen… dauerte 45 Minuten, um Opfer zu befreien… Wagen auf der einen Seite völlig zertrümmert, regelrecht aufgerissen… LKWs waren eher leichter beschädigt… in letzter Zeit kaum solche Einsätze, in solcher Schwere… zum Zeitpunkt des Unfalls gab es leichten Nieselregen und wie überall auch stärkere Windböen…“
- O-Ton Rainer Stoermer, Polizei Hannover: „…es sieht so aus, das der 49-jährige Fahrer ein VW Polo aus nicht bekannter Ursache auf den Gegenstreifen geraten, dort zunächst in Auflieger von Tanklastzug, dann rotiert und gegen zweiten Lastwagen, der Aufprall war wohl tödlich… es könnte auch nasse Fahrbahn und böiger Wind eine Rolle gespielt haben, aber Anzeichen gibt es noch nicht… manchmal lässt es sich nie erklären, warum so etwas passiert…“
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